St. Pölten Konkret

Augen auf, Ohren auf: Helm auf ihr Helden

18.07.2017, von Corina Muzatko

Helm
Im Bild (1/1): Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Gabriele Zunegg und Christian Kräutler vom Kuratorium für Verkehrssicherheit und die "Astronautinnen" Katja Beck, Julia Walk, Kimberly Eitler und Esther Addison setzen sich mit der Aktion "Helm auf ihr Helden" für mehr Sicherheit beim Radfahren ein. (Foto: Josef Vorlaufer)

Von 18. bis 20. Juli sind AktionsmitarbeiterInnen des KFV im Astronautenkostüm auf den St. Pöltner Radwegen unterwegs, um RadfahrerInnen auf die Notwendigkeit des Tragens eines Helmes aufmerksam zu machen.

Um Unfällen mit schweren Kopfverletzungen beim Radfahren vorzubeugen, hat das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) die Aktion „Helm auf ihr Helden!“ ins Leben gerufen. Mit einer Radhelmquote von österreichweit nur 29 Prozent herrscht beim Fahrradhelm dringender Aufholbedarf.

„Seit der Einführung der Radhelmpflicht für Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr im Jahr 2011 ist das Tragen eines Schutzhelmes für den Radfahrernachwuchs fast selbstverständlich. Großen Aufholbedarf gibt es hingegen, leider immer noch, bei Jugendlichen und Erwachsenen. Etwa jeder achte Radunfall hat eine Kopfverletzung, die im Krankenhaus behandelt werden muss, zur Folge. Viele Kopfverletzungen könnten durch das Tragen eines Fahrradhelmes vermieden werden. Deshalb hat es sich das KFV zur Aufgabe gemacht, dieses Thema durch eine öffentlichkeitswirksame Aktion Radfahrern ins Bewusstsein zu rufen“, erläutert Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV.

Helden als Vorbilder
An ausgewählten Aktionstagen positionieren sich zwischen 08:00 und 15:00 Uhr jeweils zehn KFV-Mitarbeiter zeitgleich im Astronautenanzug und mit Aktionstafel ausgerüstet an besonders stark frequentierten Radrouten in St. Pölten. Sie sollen den RadfahrerInnen die Wichtigkeit von Helmen humorvoll signalisieren.

„Bei der Auswahl der Standorte unserer Astronauten war es uns wichtig, vor allem jene Plätze in St. Pölten zu berücksichtigen, die bei Radfahrern besonders beliebt sind, um möglichst viele mit unserem Appell an die Vernunft zu erreichen. Unser Ziel ist es, nachhaltig die Anzahl der Kopfverletzungen bei Fahrradstürzen zu reduzieren. Dafür muss der Fahrradhelm im Straßenverkehr so selbstverständlich werden, wie es der Skihelm auf der Piste bereits ist“, erklärt DI Christian Kräutler vom KFV.

Die Aktion ist heuer in allen Landeshauptstädten zu Gast, in den kommenden Jahren sollen dann auch die Bezirke und Gemeinden besucht werden.

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