St. Pölten Konkret

Bald Leben in der Living City

27.11.2015, von Martin Koutny

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Im Bild (1/6): BM Peter Sonnleitner und Bgm Matthias Stadler bei der Gleichenfeier
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Im Bild (2/6): Die Living City aus der Luft: Links die Spitzenfabrik, in der Mitte der Wohnblock, rechts das Herrenhaus. (Marketing St. Pölten)
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Im Bild (3/6): Peter Sonnleithner (r.) und Martin Bosch vor der ersten Bewohnerin der Living City, Britta Schwarzer. (Marketing St. Pölten)
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Im Bild (4/6): Edle Materialen und beste Ausstattung sind in der Living City Standard. (Marketing St. Pölten)
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Im Bild (5/6): Die Arbeiten schreiten flott voran. (Marketing St. Pölten)
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Im Bild (6/6): Die Spitzenfabrik, gekrönt von einer Solaranlage. (Marketing St. Pölten)

Die Living City wächst – am 27. November wurde schon die Dachgleiche in St. Pöltens besonderem Wohnquartier für die Generation 50+ gefeiert.

Das erste Wohngebäude in der „Living City“ steht, schon im nächsten Jahr werden die ersten Mieter der Generation 50+ hier einziehen und gemeinschaftliches Wohnen probieren.
64 Wohnungen entstehen in der ersten Bauphase, alle barrierefrei und hochwertig etwa mit geöltem Eichenparkett und Holz-Alufenstern aus geölter Eiche ausgestattet, mit Loggia und Garten, mit eigener Energieversorgung aus Sonnenkraft und nachwachsenden, CO2 neutralen Rohstoffen.
Und, wenn es nach den ambitionierten Plänen der Projekt-Betreiber geht, mit Dorfladen, Wirtshaus und modernem Gesundheitsnahversorger inklusive Gesundheitsberufen im Netzwerk.
Und mit einer Event-Location der Spitzenklasse: In der fast fertig renovierten ehemaligen Spitzenfabrik sind schon die ersten Partys über die Bühne gegangen. 800 Personen finden hier in der großen, denkmalgeschützten Halle Platz, ein Hallenbad und ein Badebiotop werden daran anschließen.
Eine eigene LUP-Station hat die Living City auch, von dort bringt der Bus die Bewohner ganz schnell etwa zum Bahnhof, in die Innenstadt und in den Traisenpark.

Die Wohnstadt hat auch schon ein eigenes Gesicht: Britta Schwarzer ist die erste Mieterin, die in eine Wohnung in der Living City einziehen wird, in weniger als einem Jahr. Die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin wird ihre Pension hier genießen: „Ich freu mich schon sehr auf meine Wunschwohnung“, sagt die Entlassungsmanagerin am Universitätsklinikum St. Pölten. Rund 30 weitere Mieter haben sich schon ihr Altersdomizil ausgesucht, Mietverträge unterschrieben.
„Es waren sogar schon mehr“, berichtet Peter Sonnleithner, der „Vater“ des Wohnprojekts. Allerdings gefiel einigen nicht, dass sich die demokratisch strukturierte Mietergemeinschaft nicht sofort in die „unbefristeten“ Zwänge des Mietrechts begeben will. „Mit jedem neuen „Zuwachs“ wollen wir uns einmal drei Jahre Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen geben. Die Mietverträge gehen dann selbstverständlich in ein unbefristetes Mietverhältnis über. Wir wollen Geborgenheit für Alle schaffen, aber keine Hängematte für Ignoranten und Suderanten sein“, erklärt Peter Sonnleithner das Projekt-Credo. Er selbst wird in wenigen Jahren in eines der noch zu bauenden Reihenhäuser in der Living City einziehen.

Vorbilder in ganz Europa

Sonnleithner und Projekt-Entwickler Martin Bosch haben sich Vorbilder für die Wohnstadt rund um St. Pölten und etwas weiter weg angeschaut, etwa das Wohnprojekt Wien Nord oder die Genossenschaft Kalkbreite in Zürich. „Da ist eine große Tendenz in Richtung alternativer Wohnkonzepte“, weiß Martin Bosch. Entstanden ist das St. Pöltner Projekt mit großer Unterstützung von Bürgermeister Matthias Stadler. „Gemeinschaftliches Zusammenleben ist ein Abenteuer, auf das sich Peter Sonnleithner und seine Mieter freuen: „Es ist eine Reise mit vielen, vielen Möglichkeiten, jeder kann – niemand muss — und wir haben noch Plätze frei!“

Daten & Fakten zur Living City

o 2010 erwarb die Living City GmbH das Areal von der Stadt St. Pölten. Es folgten Widmungen nach einem klaren Konzept: Gesundheitsförderndes Wohnen für die Generation 50+ mit zentralem Gesundheits- und Servicezentrum als erstes CO2-neutrales Stadtquartier.
o Die Liegenschaft wurde nach strengen ökologischen Kriterien baureif gemacht, die denkmalgeschützten Bauwerke der ehemaligen Spitzenfabrik revitalisiert.
o Das ehemalige Herrenhaus wurde renoviert, wird künftig als Servicezentrum für Bewohner und Besucher und als Firmensitz der Living City Gruppe dienen.
o 64 Wohnungen werden Mitte nächsten Jahres fertiggestellt, alle barrierefrei, nachhaltig und hochwertig ausgestattet, zwischen 38 und 96 Quadratmetern groß, mit Loggia und Garten.
o In weiteren Bauphasen werden insgesamt 250 Wohneinheiten für mehr als 300 Menschen entstehen, auf über 40.000 Quadratmetern genutzter Fläche – eine kleine Stadt in der Stadt. Diese besitzt ein eigenes Grünraum- und ein eigenes Mobilitätskonzept.
o Eine Betreuung ist jederzeit möglich, muss aber nicht zwingend in Anspruch genommen werden. Bei Bedarf ist professionelle Pflege durch einen Pflegedienst jederzeit möglich.
o Die Living City versorgt sich selbst mit Energie: In der ehemaligen Radstube ist ein Kraftwerk entstanden, das die Wasserkraft des vorbeifließenden Mühlbachs nutzt. Zusätzlich werden rund 250 KWp Photovoltaik Paneele installiert. Derzeit sind 77 KWp schon ausgeführt.
o Das Ziel: Offen und in enger Symbiose mit ihrer Nachbarschaft leben hier Menschen, die sich wünschen, möglichst lange selbstbestimmt zu leben.


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