St. Pölten Konkret

St. Pölten bekommt ein „Motel 267“

20.07.2017, von Martin Koutny

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Im Bild (1/4): Brigitte, Mag. Thomas und Mag. Wolfgang Mangold sowie Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Cityhotel-Direktor Walter Jahn mit seiner Stellvertreterin Stefanie Vit auf der Baustelle des "Motel 267". (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (2/4): Die Visualisierung des "Motels 267" begeistert den Bürgermeister. Die Familie Mangold hebt dabei den gehobenen Standard des neuen Motels hervor. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (3/4): Derzeit wird die Fundamentplatte für das ... (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (4/4): ... "Motel 267" betoniert. Der Aufbau der Stockwerke erfolgt in Fertigteil-Bauweise. (Foto: Josef Vorlaufer)

In der niederösterreichischen Landeshauptstadt wird ein neues Motel mit 100 Zimmern von der Hoteliersfamilie Mangold errichtet. Der Neubau ist ein wesentlicher Impuls für den Tourismus St. Pöltens und der gesamten Region.

Das in Bau befindliche „Motel 267“ hat seinen Standort in der Stifterstraße nahe der Kreuzung mit der Mariazeller Straße im St. Pöltner Stadtteil Spratzern. Das ursprünglich hier bestehende Gebäude, inklusive die dazugehörigen Asphaltflächen, wurde komplett abgetragen und derzeit wird die Fundamentplatte betoniert.

„Das neue Motel mit 200 Betten bedeutet einen wesentlichen Impuls für den Tourismus, nicht nur in der Landeshauptstadt, sondern in der gesamten Region. Es ist ein wichtiger Beitrag, um die Zahl der Ankünfte und Nächtigungen zu steigern“, sagt Bürgermeister Mag. Matthias Stadler bei der Besichtigung der Baustelle. Für das „Motel 267“ konnte, mit der Lage nahe der Abfahrt “St. Pölten Süd“ von der Westautobahn, ein idealer Standort gefunden werden. Von hier sind das VAZ, das WIFI oder auch die Innenstadt mit ihren Kultureinrichtungen leicht und schnell zu erreichen. Aufgrund des markanten Erscheinungsbildes an der Haupteinfahrtsstraße in die Stadt wird das „Motel 267“ nicht zu verfehlen sein“, lobt das Stadtoberhaupt den Standort. Stadler hebt neben dem touristischen Nutzen auch den wirtschaftlichen Faktor hervor: „Hier entstehen 12 neue Arbeitsplätze und ein Bauvorhaben in dieser Dimension ist auch für die Bauwirtschaft und die Zulieferfirmen von immenser Bedeutung.“

267 Meter über dem Meeresniveau
Hotelier Mag. Wolfgang Mangold erklärt die Beweggründe für seine Investition so: „Das Motel wird von uns als hervorragende Ergänzung zu den beiden bereits vorhandenen Betrieben, dem Cityhotel D&C sowie dem Hotel Metropol gesehen. Wir wollen das gesamte Angebotsspektrum abdecken können und das Bettenangebot in St. Pölten im Billigsegment hat aus meiner Sicht auf jeden Fall noch Potential nach oben.“
„Wir sehen aber nicht nur den Bedarf für solch ein Motel, sondern wir wollen durch Synergieeffekte mit unseren anderen Betrieben in St. Pölten eine preiswerte Nächtigungsmöglichkeit mit hohen Standards anbieten. Deshalb haben wir uns entschieden in diesem Segment zu investieren und diesen Schritt zu gehen“, sagt Investorin Brigitte Mangold.
Der Name „Motel 267“ ergibt sich aus der Lage St. Pöltens, 267 Meter über dem Meeresniveau. Das ist ebenso unverwechselbar wie etwa die Postleitzahl.
Mag. Thomas Mangold erklärt, wie einfach es ist, im „Motel 267“ einzuchecken: „Die beste Möglichkeit ist es, das Zimmer online zu buchen und mit der Kreditkarte beim Informationsterminal in Foyer den Schlüssel zu beziehen. Man kann aber auch ohne Voranmeldung direkt vor Ort mit der Kreditkarte einchecken oder während der Öffnungszeiten des Büros die Schlüssel beim Personal erhalten. Frühstück, Getränke und diverse Snacks bekommen die Gäste über Automaten. Darin liegt der Unterschied zu einem herkömmlichen Hotel.
Der ambitionierte Bauzeitplan sieht vor, dass das „Motel 267“ schon zu Jahresende in Betrieb gehen soll. Die Investitionssumme beträgt knapp 7 Mio. Euro.

Was gebaut wird
Im neuen „Motel 267“ sind insgesamt 100 Zimmer vorgesehen. Es erstreckt sich über ein Erdgeschoß, zwei Obergeschoße und eine Dachgeschoß.
Die vertikale Erschließung erfolgt über ein zentrales Hauptstiegenhaus sowie einen Lift.
Im Erdgeschoss befinden sich zwei Haupteingänge, einer jeweils an der Ost- und Westseite des Gebäudes, die in das Foyer mit einem Informationssystem führen. Im Foyer gibt es einen Frühstücksbereich mit einer Küche. Im Frühstücksraum stehen Automaten mit Speisen und Getränke für die Motelgäste zur Verfügung. Der Eingang am Treppenhaus führt die Gäste direkt zu ihren Zimmern.
Im Erdgeschoß befinden sich sämtliche Räumlichkeiten, die für den Betrieb des Motels notwendig sind: Lager, Technikraum, Heizraum, Lüftungsraum, Kühlzelle, Backoffices, Umkleiden, Waschplatz, WC und ein Aufenthaltsraum für die MitarbeiterInnen sowie ein Müllraum. Außerdem sind in diesem Geschoss WC Anlagen jeweils für Damen, Herren situiert. Weiters stehen im Erdgeschoß zwei Gästezimmer zur Verfügung.
Im ersten und im zweiten Obergeschoß befinden sich jeweils 37 Zimmer. Die Zimmer an der Ost- und Südfassade haben je einen Balkon.
Im Dachgeschoss werden 24 Zimmer gebaut. Jedes Zimmer hat Zugang zu dem umlaufenden Balkon.
Das gesamte Motel ist barrierefrei gestaltet.

Luxus im Motel
Wer im „Motel 267“ eincheckt, muss auf Luxus nicht verzichten. Das liegt einerseits der gediegenen Ausstattung der Zimmer mit hochwertigen Materialien und andererseits an der Größe. Die Zimmer sind mit 21 Quadratmetern deutlich größer als sonst in Motels üblich. Zwei Einzelbetten, die zu einem Doppelbett zusammengefügt werden können, Klimaanlage, Bad, WC, Safe und größtenteils Balkon gehören zum hochwertigen Standard.

Außen herum
Im Süden und im Osten gibt es eine Zu- und Abfahrt zum Grundstück. Insgesamt entstehen auf dem Grundstück für die Gäste 94 Parkplätze, zusätzlich 8 barrierefreie Stellplätze und 2 Busparkplätze. 10 Parkplätze und 2 barrierefreie Parkplätze sind jeweils mit einer Ladestation für Elektroautos ausgestattet. Die Anlieferung befindet sich auf der Westseite des Gebäudes. Um das Stadtbild zu erhalten, werden am gesamten Areal Grünflächen geschaffen.

Sicherheit wird groß geschrieben
Der Hauptfluchtweg ins Freie führt über das Stiegenhaus. Das Treppenhaus wird mit einer Rauchabzugsklappe ausgestattet. Des Weiteren ist am nördlichen Gebäudeteil eine Außentreppe als reines Fluchttreppenhaus vorgesehen. Dieses führt vom Dachgeschoss ins Erdgeschoss. Im Südlichen Teil des Gebäudes sind noch Bergebalkone angebracht, um eine schnelle Bergung bei Brandgefahr zu gewährleisten.
Im Treppenhaus befindet sich in jedem Stockwerk ein Wandhydrant.

Nachhaltige Massivbauweise
Das Gebäude wird in Massivbauweise ausgeführt. Die Fassade im Dachgeschoss wird mit Dekorplatten verkleidet. Das Gebäude entspricht der Gebäudeklasse 4.

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