St. Pölten Konkret

Sicher in die Schule und den Kindergarten

01.09.2014, von Martin Koutny

Verkehrssicherheit  zum Schulstart
Im Bild (1/3): Das Gefahrenzeichen „Kinder“ bewirkt, dass der Vertrauensgrundsatz aufgehoben ist. So gilt zusätzlich zur Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h erhöhte Sorgfalt beim Lenken des Kraftfahrzeuges.
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Im Bild (2/3): Kindern ist das ungehinderte Überqueren der Straße nicht nur an Schutzwegen jederzeit zu ermöglichen. (Foto: Josef Bollwein)
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Im Bild (3/3): Verkehrsexperte Mag. Ernst Schwarzmüller rechnet vor: „Durch das Fahren von 30 km/h anstelle von 50 km/h kann der Bremsweg um mehr als 20 Meter reduziert werden.“ (Foto: Josef Vorlaufer)

In St. Pölten starten über 26.000 SchülerInnen in das neue Schuljahr, davon 500 Taferlklassler, und fast 1.500 Kinder besuchen nun täglich die Kindergärten. Vorsicht und Rücksichtnahme sollen helfen, Unfälle zu vermeiden.

Mag. Ernst Schwarzmüller, Leiter des Verkehrsamtes im Magistrat hat für den Weg zum Kindergarten oder zur Schule einige Tipps parat und ruft wichtige Verkehrsregeln in Erinnerung.

Tipps für AutofahrerInnen

Vor allen Volks-, Haupt-, Mittel-, Sonderschulen und Kindergärten in der Stadt gilt Tempo 30. Viele dieser Geschwindigkeitsbegrenzungen sind nur an Schultagen angeordnet. Gerade nach den Ferien bedeutet dies für die Autofahrerinnen eine Umstellung, die mehr Aufmerksamkeit erfordert. In diesen Zonen sollte bei Bedarf und speziell zu Schulbeginn noch langsamer als erlaubt und bremsbereit gefahren werden.
Mag. Ernst Schwarzmüller erinnert weiters daran, „dass Kinder unbedachte Dinge tun können und plötzlich und ohne zu schauen, auf die Fahrbahn laufen. Man darf auch nicht davon ausgehen kann, dass sie sich an die Verkehrsregeln halten.“
Der Verkehrsexperte betont weiters: „AutofahrerInnen müssen Kindern auch ohne Schutzweg das ungehinderte und ungefährdete Queren der Fahrbahn jederzeit ermöglichen und müssen dazu auch anhalten. Es ist auch stets darauf zu achten, ob nicht ein Fahrzeug im Gegenverkehr angehalten hat, um einem Kind das Queren zu ermöglichen. Auch hier ist unbedingt anzuhalten.“

Schwerpunktaktion in den ersten September-Wochen
Pünktlich zu Schulbeginn hat auch die Polizei wieder verstärkte Kontrollen im Bereich von Schulen und Kindergärten angekündigt. Diese zielen vor allem auf die Kindersicherung ab, zusätzlich werden die Verwendung der Sicherheitsgurte von Erwachsenen und das Telefonieren mit dem Handy ohne Freisprecheinrichtung schwerpunktmäßig kontrolliert.

Daneben werden als Schwerpunktaktion die Geschwindigkeitsanzeigegeräte der Stadt in den Wochen nach dem Schulanfang bei den Schulen zum Einsatz gebracht. Diese sollen die Verkehrsteilnehmer durch Anzeige der gefahrenen Geschwindigkeit zur Einhaltung der Geschwindigkeit anleiten.

Tipps zur Kindersicherung im Auto:

  • Der sicherste Platz für ihr Kind ist die Rückbank.
  • Der Kindersitz soll so fest wie möglich mit dem Fahrzeug verbunden sein.
  • Der Gurt sollte nie über den Hals des Kindes sondern immer über die Schultern verlaufen.
  • Den Gurt straff ziehen, dicke Jacken oder Pullover vorher ausziehen.

Tipps für Eltern:

  • Bringen Sie Ihrem Kind das richtige Verhalten im Straßenverkehr bei.
  • Seien Sie selbst Vorbild!
  • Üben Sie mit Ihrem Kind den Schulweg.
  • Ihr Kind soll erst dann alleine zur Schule gehen, wenn es die Verkehrsregeln beherrscht und beachtet.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig durch Beobachtung, wie sich ihr Kind im Straßenverkehr verhält und üben Sie gegebenenfalls nochmal.
  • Warten Sie beim Abholen nie auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
  • Vermeiden Sie, dass Ihr Kind durch ein Handy vom Straßenverkehr abgelenkt wird.

„Für die Sicherheit im Straßenverkehr sind die Beachtung der Verkehrsregeln sowie Vorsicht und Rücksichtnahme unerlässlich. Das gilt besonders jetzt zum Schulstart“, appelliert Mag. Ernst Schwarzmüller.


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