St. Pölten Konkret

1.000ste LED-Strassenlampe montiert

04.02.2016, von Martin Koutny

strassenbeleuchtung
Im Bild (1/1): Der der Leiter der städtischen Straßenbeleuchtung Ing. Jörg Günthör und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler präsentieren die Straßenbeleuchtung einst und jetzt: Bis in die 70er-Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden Glühbirnen verwendet, heute kommen moderne LED-Leuchten zum Einsatz. (Foto: Josef Vorlaufer)

Die städtische Straßenbeleuchtung sorgt jeden Abend dafür, dass St. Pölten ein Licht aufgeht und setzt dabei auf neueste Technologie. Optimale Ausleuchtung, bestmögliche Energieeffizienz, hohe Lebensdauer und geringe Lichtverschmutzung sind die Ziele. Die Straßenbeleuchtung ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit in der Landeshauptstadt.

Der Einsatz von LED-Leuchtmitteln für die Beleuchtung im öffentlichen Raum wird von der städtischen Straßenbeleuchtung als Chance für mehr Energieeffizienz und Energieeinsparung angesehen. Effizienz und Lichtstrom der LED haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen, sodass seit einiger Zeit eine Anwendung dieser Technologie in der Straßenbeleuchtung sinnvoll ist.

LED seit 2009 im Einsatz
Obwohl LED nicht bei allen Straßenzüge oder Anwendungen in der öffentlichen Beleuchtung automatisch die bestmögliche Variante darstellt (z.B. bei sehr hohen oder niedrigen Beleuchtungskörpern), ist sie mittlerweile eine marktdominierende Variante.
„Der Start der ersten LED-Straßenbeleuchtung in St. Pölten erfolgte 2009 mit der ersten Pilotanlage in der Landsbergerstraße. In den folgenden Jahren wurden viele verschiedene Leuchten mit den unterschiedlichsten Techniken auf den Markt gebracht. Ein einheitliches System, das auch zukunftssicher und nachhaltig im Betrieb ist, etablierte sich erst in den letzten drei Jahren. Somit stand dem großflächigen Einsatz der LED-Leuchten nichts mehr im Weg. Wir setzen daher bei der Neuerrichtung von Straßenbleuchtungsanlagen auf LED und rüsten die älteren Anlagen, die erneuert werden müssen, entsprechend um. Vor kurzem konnte die 1.000ste LED Straßenlaterne in der Herzogenburger Straße in Betrieb genommen werden“, berichtet Bürgermeister Mag. Matthias Stadler.
Eines der größten momentan laufenden Projekte bei der öffentlichen Beleuchtung ist die Umrüstung der wegen des Quecksilbers mittlerweile verbotenen Quecksilberdampflampen auf LED und Metallhalogendampflampen.
Das stellt für das Team der Straßenbeleuchtung eine enorme Herausforderung sowohl logistisch als auch terminlich dar: Es müssen ca. 3.000 Quecksilberdampflampen umgerüstet werden. 900 Brennstellen wurden bereits umgerüstet, der Rest soll bis 2024 ausgetauscht werden.

Die letzten großen Projekte:

  • Umrüstung aller 18 städtischen Ampeln (insgesamt gibt es in der Stadt 63)
  • Brücke Wörth und das angrenzende Betriebsgebiet.
  • Julius Raab Promenade vor neuem Park & Ride
  • Parkhaus Goldeggerstraße
  • Pottenbrunn diverse Siedlungsstraßen
  • Herzogenburgerstraße vor neuer AK
  • Unterwagramerstraße
  • Kremser Landstraße
  • Harlander Straße

Die größten Projekte für 2016
Umrüstung auf LED

  • Fertigstellung Pottenbrunn und Bahnhofsiedlung
  • Zwerndorf
  • Pengersorf
  • Spratzern
  • Harland - Futtersiedlung
  • Nordbrücke
  • Parkstraße

Weitere wichtige Projekte

  • Kerntangente Nord mit Traisenpromenade (zwischen Bahnbrücke und Landesregierung),
  • Willi Gruber Straße entlang Stadtpark
  • Hermann Gmeiner-Gasse
  • Fertigstellung Domturmanstrahlung

Mit Energieeffizienz Kosten reduzieren
„Die LED-Beleuchtung braucht um ca 60% weniger Strom als die bisher verwendeten Leuchtmittel. Wir achten besonders darauf, dass zumindest die gleiche Helligkeit gegeben ist und keinerlei Blendungen auftreten. Ein stromsparendes Leuchtmittel alleine macht also noch keine effiziente Beleuchtung aus“, weiß der Leiter der städtischen Straßenbeleuchtung Ing. Jörg Günthör.
Aktuell gibt es in St. Pölten 11.804 Brennstellen und somit sind 17.355 Leuchtmittel eingesetzt. Die Gesamtleistung des Straßenbeleuchtungsnetzes beträgt 3.700.000kWh. Der Pro-Kopf-Anteil an der Gesamtleistung beträgt somit ca.64 kWh pro Jahr. Jedem Bewohner kostet also „seine“ Straßenlaterne nur ca. 9 Euro jährlich. „Die Straßenbeleuchtung wird laufend erweitert und es kommen jedes Jahr zahlreiche Brennstellen dazu. Da muss man, so wie wir, auf energieeffiziente Anlagen mit bestmöglicher Ausleuchtung achten, damit die Stromkosten und die Wartungskosten nicht übermäßig ansteigen“, erklärt Günthör.

Umweltbeitrag und Sicherheit
Beim Einsatz moderne Leuchtmittel (bei Neubau oder Umrüstung) wird beim Kauf der Lampen stets darauf geachtet, die Lichtverschmutzung so gering wie möglich zu halten. Auch hier konnte in den letzten Jahren viel erreicht werden und ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden.
„Eine Zuverlässige Straßenbeleuchtung, die so gut wie keine Ausfälle zu verzeichnen hat, ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit. Die gute Ausleuchtung der Verkehrsflächen reduziert die Häufigkeit von Unfällen. Die Beleuchtung im öffentlichen Raum erhöht das subjektive Sicherheitsgefühl und leistet auch einen wesentlichen Beitrag dazu, die Kriminalitätsrate niedrig zu halten“, erklärt das St. Pöltner Stadtoberhaupt.

Zahlen, Daten und Fakten zur Straßenbeleuchtung
13 Mitarbeiter
Tagesaktuell 11.804 Brennstellen und somit 17.355 Leuchtmittel
Gesamtleitung 3.700. 000kWh
38 Parkscheinautomaten davon 4 Stück Solar
2 Servicefahrzeuge
2 Gelenksteiger
420km beleuchtete Straßen
8.500m Kabel eingezogen per anno
250 Maste aufgestellt per anno
2.700 Leuchtmittel getauscht per anno
365 Tage Dienst, 24 Stunden lang
63 Ampel davon 18 Stadt
ca. 100 Veranstaltungstage werden pro Jahr betreut

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