St. Pölten Konkret

Der Rathausbezirk wird zur zentralen Anlaufstelle

18.02.2016, von Martin Koutny

rathausbezirk
Im Bild (1/1): Bürgeremister Mag. Matthias Stadler mit Anbdreas und Stefan Schrittwieser, Magistratsdirektor Mag. Thomas Dewina und Christoph Schwarz vor dem künftigen Behördenhaus Prandtauerstraße 7 und Linzer Straße 8. (Foto: Josef Vorlaufer)

Die Stadt kauft das Haus Linzer Straße 8 und damit steht die künftige örtliche Aufteilung der Magistratsabteilungen im Rathausbezirk fest. Mit der größten Reform der letzten Jahre wird die Verwaltung für die Herausforderungen der Zukunft bestens gerüstet sein.

Der Gemeinderat hat im Mai 2015 einen Grundsatzbeschluss zur Bündelung der Magistratsdienststellen im Rathausbezirk gefasst. Damit sollen wesentliche Ziele des Masterplans und des Visionsprozesses „St. Pölten 2020“ umgesetzt werden. Die Nutzung von Synergien in der Verwaltung durch räumliche Nähe und die Steigerung von Effizienz und Bürgerservice in der Stadtverwaltung sind als primäre Ziele definiert. Außerdem soll damit eine weitere Belebung und Attraktivierung der Innenstadt erfolgen.

Seit dem Frühjahr 2015 laufen intensive Planungen im Rathaus, die räumliche Infrastruktur der Verwaltung für die Zukunft zu schaffen. Nun sind die grundlegenden Entscheidungen getroffen und es wird zügig mit der Umsetzung der größten Verwaltungsreform der letzten Jahre begonnen.

Stadt kauft das Haus Linzer Straße 8
In der nächsten Sitzung des Gemeinderates soll der Beschluss zum Kauf des Hauses Linzer Straße 8 gefasst werden. Damit sind alle für die Umsetzung des Rathausbezirks maßgeblichen Gebäude im Besitz der Stadt.
In weiterer Folge können die angrenzenden Gebäude – Linzer Straße 8 und Prandtauerstraße 7 (Stadtbücherei) verbunden werden. Damit kann die Vision eines eigenen Behördenhauses umgesetzt werden. Beide Häuser sollen auch direkt über das Rathaus erreichbar sein.
Das Haus Linzer Straße 8 verfügt über eine Büronutzfläche von rund 250 m2.

Große Reform
„Mit dieser großen Reform und Neugliederung wird die Verwaltung für die Herausforderungen der Zukunft bestens gerüstet sein. Die räumliche Infrastruktur ist eine grundlegende Voraussetzung für die Verwaltung um auch künftig kostensparend und effizient arbeiten zu können. Die einzelnen Verwaltungsstellen werden aber nicht nur in Hinblick auf mögliche Synergien zusammengefasst, sondern es entstehen Verwaltungseinheiten, welche die Wege vor allem auch für BürgerInnen wesentlich vereinfachen. Die Abteilungen werden örtlich so zusammengefasst, wie sie thematisch und logisch zusammengehören. Damit kann das Bürgerservice nochmals verbessert werden“, erläutert Bürgermeister Mag. Matthias Stadler. Das Stadtoberhaupt betont, dass mit den geplanten Maßnahmen rechtzeitig die Weichen für eine noch effizientere Verwaltung in der Zukunft gestellt werden. Alle Maßnahmen zusammen, also die Übersiedelung der Immobiliengesellschaft der Stadt (Immo) sowie der Kauf der Häuser „Rathausgasse 2“ und „Linzer Straße 8“, ermöglichen weitere Entwicklungschancen und es stehen ausreichend Platzreserven für die Zukunft zur Verfügung.

Wo künftig wer zu finden sein wird

Haus der Gesundheit in der Heßstraße
Hier werden die Sozial- und Gesundheitseinrichtungen der Stadt gebündelt. Die Immobilien St. Pölten GmbH & Co KG übersiedelt in die gesellschaftseigenen Räumlichkeiten (ehemalige Arbeiterkammer) am Gewerkschaftsplatz. Mit der Erweiterung der Amtsflächen im bestehenden Dachgeschoß werden sich das Gesundheitsamt, das Marktamt, das Sozialamt und das Umweltamt die Räumlichkeiten in der Heßstraße künftig teilen.

Haus der Daseinsvorsorge in der Julius Raab-Promenade
Fernwärme, technisches Baubüro, GIS und Abwasserverband werden in diesem Gebäude zusammengefasst. Mit der Übersiedlung der Abteilung Tiefbau (derzeit noch in der Prandtauerstraße) sind dann im Stadtwerke-Haus in der Julius Raab Promenade alle für die Daseinsvorsorge wichtigen Abteilungen Tür an Tür zu finden.

Haus der Kultur und Bildung im Karmeliterhof
Mit der Übersiedlung der Schulverwaltung in die freiwerdenden Flächen in der Prandtauerstraße wird der Karmeliterhof zum Haus für Bildung und Kultur.

Haus der Finanzdirektion am Rossmarkt
Im Gebäude über der Einfahrt zur Rathausplatz-Tiefgarage entsteht die neue Finanzdirektion im Rathausbezirk.

Schubert-Haus
In dem vor kurzem erworbenen Gebäude Rathausgasse 2 (Schubert-Haus) sind künftig die „außenwirksamen“ Stellen des Rathauses, wie das Büro V, die Marketing St. Pölten GmbH, die Abteilung Zukunftsentwicklung, Wirtschaft und Marketing inklusive der neu geschaffenen Wohnservicestelle, der Tourismus und das Convention Bureau räumlich zusammengefasst. Es entsteht ein Durchbruch im 1. und 2. Obergeschoß zum Rathaus (Nähe kleiner Sitzungssaal). Die Verbindung der beiden Objekte ermöglicht einen barrierefreien Zugang.

Haus der Zukunft in der Heßstraße
Die Stadtbücherei wird das so genannte Wesely-Haus besiedeln und zu einer modernen Bibliothek aufgewertet. Weiters wird gemeinsam mit der Fachhochschule und dem Science Center Netzwerk an einer neuen Form des natur- und geisteswissenschaftlichen Lernens gearbeitet. Ein völlig neues Bildungs- und Forschungskonzept wird hier in den nächsten Jahren umgesetzt.

Behördenhaus in der Linzer Straße/Prandtauerstraße
Durch den Erwerb der Liegenschaft Linzer Straße 8 und die Übersiedelung der Stadtbücherei in die Heßstraße kann der Fachbereich Behörden komplett in die beiden direkt an das Rathaus angrenzenden Gebäude Linzer Straße 8 und Prandtauerstraße 7 (Stadtbücherei) übersiedeln. Es wird eine direkte Anbindung an das Rathaus geschaffen, wodurch einfache, kurze Wege für die BürgerInnen und Verwaltung geschaffen werden.

Straffer Zeitplan
Mit der Umsetzung der Reform wurde bereits begonnen. Die Immo übersiedelt noch im Frühjahr. Ein genauer Zeitplan wird derzeit gemeinsam mit den Stabsstellen- und Fachbereichsleitern erstellt. Im Sommer und Herbst passieren die ersten Rochaden. Bis Ende 2017 sollen die meisten Übersiedelungen abgeschlossen sein.

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