St. Pölten Konkret

Stadt investiert 1,5 Millionen in Feuerwehrzentrale

22.03.2016, von Andrea Jäger

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Im Bild (1/2): FF-Landeskommandant NÖ Dietmar Fahrafellner und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler präsentierten heute die Pläne für die Sanierung der FF-Zentrale. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (2/2): Die neue Katastrophenschutz-Lagerhalle bei der FF-Zentrale wurde dank zahlreicher freiwilliger HelferInnen in rund 1.500 Stunden Arbeit fertig gestellt. (Foto: Josef Vorlaufer)

Die Sanierung der FF-Zentrale in der Goldegger Straße zählt zu einem der zahlreichen Projekte bei den freiwilligen Feuerwehren, die von der Stadt heuer umgesetzt werden.

Das Feuerwehr-Budget hat im Gesamtbudget der Stadt für 2016 die größte Steigerung im Vergleich zu allen anderen Bereichen. Heuer werden fast 5 Millionen Euro für die Blaulichtorganisationen in der Stadt ausgegeben. Neben dem Neubau des FF Hauses in Stattersdorf und Subventionen für Fahrzeuge, Unterstützungen für den laufenden Betrieb und die Jugendarbeit zählt die Sanierung der Feuerwehrzentrale mit 1, 5 Millionen Euro zu einem der größten Investitionsprojekte.

FF-Zentrale erhält eine komplette „Rund um Erneuerung“
Mit Beschluss des Gemeinderates im Februar 2016 wird die Feuerwehrzentrale von der im Besitz der Stadt stehenden Immobilien GesmbH um 1,5 Millionen Euro saniert. Das Haus erhält eine thermische Fassadensanierung sowie einen Portal – und Fenstertausch und wird damit 2017 bei der 150 Jahr Feier der FF –St. Pölten Stadt wieder einem aktuellen technischen Standard entsprechen.
1988/1989 wurde von der Stadt die damals modernste Feuerwehr-Zentrale Österreichs in der Goldegger Straße errichtet und am 15. April 1989 an die Freiwillige Feuerwehr St. Pölten-Stadt sowie an das Bezirksfeuerwehrkommando St. Pölten übergeben.
Sie dient bis heute als Bezirksalarmzentrale für die 24 Feuerwehren des Feuerwehrabschnittes St. Pölten Stadt und darüber hinaus für alle Feuerwehrwehren des Feuerwehrbezirkes St. Pölten. Das sind insgesamt 105 freiwillige Feuerwehren und 12 Betriebsfeuerwehren.
Im Katastrophenfall ist sie auch Sitz des Behördlichen Führungsstabes des Magistrates St. Pölten mit dem Bürgermeister als Einsatzleiter. Bei Ausfall der NÖ Landesalarmzentrale in Tulln dient die St. Pöltner Feuerwehr- und Bezirksalarmzentrale als vollgültiger Ersatz für diese. In unmittelbarer Nähe zur Feuerwehrzentrale wurde von der Stadt 1989 auch ein Wohnhaus für 16 Feuerwehrmitglieder und ihre Familien gebaut. Dies deshalb, damit die Feuerwehrmänner bei Einsätzen in kürzester Zeit von ihren Wohnungen in die Zentrale gelangen können und somit kostbare Zeit eingespart wird.
Der derzeitige Mannschaftsstand beläuft sich auf 126 Aktive, 34 Reservisten, 18 Jugend sowie 13 hauptberufliche Mitarbeiter und 13 Zivildiener. Im Jahr 2015 wurden 1.190 Einsätze absolviert, wobei 9 Anhänger, 30 Fahrzeuge (davon: 4 Mannschaftstransportfahrzeuge, 5 Kommandofahrzeuge, 1 Stapler, 1 Teleskoplader, 1 Kranfahrzeug, 1 Teleskopmastbühne) und 4 Notstromerzeuger in der FF-Zentrale bereit stehen.

Investitionen in das Feuerwehrwesen der Landeshauptstadtin Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Die Stadt St. Pölten hat in den letzten 30 Jahren mit erheblichem finanziellen Aufwand 11 Feuerwehrhäuser neu- oder ausgebaut und den entsprechenden Wehren zur Verfügung gestellt. Damit wurden beträchtliche Investitionen in die lokale Sicherheit geleistet. Das betraf die Feuerwehrhäuser in Ratzersdorf, Wagram, Spratzern, Ochsenburg, Oberradlberg, Pummersdorf, Unterradlberg, Pottenbrunn, Waitzendorf, St. Georgen und St. Pölten-Stadt. Damit wurden von 13 Feuerwehrhäusern in den Stadtteilen in den letzten 30 Jahren immerhin zehn von der Stadt St. Pölten neu gebaut oder ausgebaut. Der Spatenstich für den Neubau des elften Stadtteilfeuerwehrhauses in Stattersdorf ist bereits vor einigen Wochen erfolgt. Darüber hinaus wird im heurigen Jahr das Feuerwehrhaus Pummersdorf um eine neue Garage für ein Tunnel-Rettungsfahrzeug erweitert, wofür die Stadt St. Pölten ein rund 2.400 Quadratmeter großes Grundstück erworben hat und zur Verfügung stellt. Danach steht das Feuerwehrhaus Viehofen auf der städtischen Investitionsagenda. Kein Wunder also, dass St. Pölten nicht nur zu den sichersten Städten zählt, sondern auch als sicherste Landeshauptstadt Österreichs gilt.

Im Bereich der Anschaffung für Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge hat die Stadt in den letzten 30 Jahren die Neuanschaffung von rund 60 leistungsstarken Feuerwehr-Einsatzfahrzeugen maßgeblich mitfinanziert. Damit wurde der wichtigste Teil des Fuhrparkes der 14 freiwilligen Feuerwehren St. Pöltens in diesem Zeitraum einmal komplett runderneuert.
Auch für die Errichtung einer neuen Katastrophenschutz- Lagerhalle in der Goldegger Straße 10 stellt die Stadt das notwenige Grundstück mit Einräumung eines Baurechts zur Verfügung.
„Das Leben, die Gesundheit und den Besitz unserer Bürger und Bürgerinnen zu schützen gehört zu den vornehmsten Aufgaben jeder Gemeinde. Bei allen Investitionen im Bereich der Blaulichtorganisationen geht es daher auch um die ständige Optimierung der Sicherheit - sowohl für die Bevölkerung als auch für die vielen Freiwilligen, die Tag und Nacht bereit stehen um zu helfen. Und auch wenn es das Gesetz nicht vorschreiben würde, so sehe ich als Bürgermeister es seit langem als eine der wichtigsten Aufgaben an, für das gesamte Stadtgebiet einen ausreichenden und möglichst optimalsten Feuerschutz sicherzustellen. Dazu gehört – neben vielem anderen – auch die ordentliche Sachausstattung der Feuerwehren. Mit ein paar Lösch-Eimern lässt sich die heutzutage sehr viel breiter gewordene Aufgabenpalette nicht abdecken“, so Bürgermeister Mag. Matthias Stadler.

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