St. Pölten Konkret

Zentrales Personenstandsregister startet am 1. November 2014

13.10.2014, von Martin Koutny

Zentrales Personenstandsregister und Standesbeamtentagung
Im Bild (1/1): Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, die Präsidentin des Fachverbandes der Österreichischen Standesbeamtinnen und Standesbeamten Eleonore Bailer und Ministerialrat Mag. Walter Grosinger aus dem Bundesministerium für Inneres stellte heute in St. Pölten Details zur Einführung des Zentralen Personenstandsregisters vor. In den nächsten drei Tagen beraten 400 StandesbeamtInnen bei einer Arbeitstagung in der Niederösterreichischen Landeshauptstadt über diese grundlegen (Foto: Josef Vorlaufer)

Mit der Einführung eines Zentralen Personenstandsregister (ZPR) erfährt die Personenstandsverzeichnung in Österreich die grundlegendste Reform seit 75 Jahren. Von 13. bis 15. Oktober 2014 tagen 400 StandesbeamtInnen aus ganz Österreich und dem benachbarten Ausland, VertreterInnen der Bezirksverwaltungsbehörden, der Ämter der Landesregierungen und der zuständigen Ministerien in St. Pölten um sich auf die Umstellung optimal vorzubereiten.

Mit dem Zentralen Personenstandsregister (ZPR) wird in den nächsten Jahren das umfassendste Verwaltungsregister Österreichs aufgebaut. Die im ZPR gespeicherten Daten sollen die Grundlage für die Tätigkeit der Behörden und öffentlichen Stellen im Rahmen ihres jeweiligen gesetzlichen Auftrags sein und den Verwaltungsablauf optimieren. Ziel ist es, die Behördenwege für die BürgerInnen nicht nur in Personenstandsangelegenheiten sondern auch bei allen anderen Anliegen zu vereinfachen. Das Gesetz über die Inbetriebnahme des Zentralen Personenstands- und Staatsbürgerschaftsregisters tritt mit 1. November 2014 in Kraft, in den Standesämtern und Staatsbürgerschaftsevidenzen wird de facto ab 3. November nur mehr mit der elektronischen Registerführung gearbeitet.

E-GOVERNMENT WIRD WIRKLICHKEIT
Eine effiziente und schlanke Verwaltung sowie die Forcierung des e-Governments sind wesentliche Ziele bei der Verwaltungsreform
Das Bundesministerium für Inneres stellt die technischen Voraussetzungen über ein Internetportal für die Behörden zur Verfügung und ist sowohl für die technische Umsetzung als auch die Funktionalität der Programme verantwortlich. Die hoch qualifizierten StandesbeamtInnen Österreichs arbeiten aktiv an der Umsetzung des ZPR mit und sorgen durch ihre gewissenhafte Tätigkeit für die Richtigkeit der Daten. Ihre Aufgabe ist es auch, das Innenministerium auf mögliche Systemfehler und Probleme aufmerksam zu machen.

WARTEZEITEN IN DER UMSTELLUNGSPHASE
„Selbst wenn es bis 1. November 2014, dem Starttermin, nicht lückenlos gelungen sein wird, alle bei den Standesämtern bereits elektronisch verfügbaren Daten in der notwendigen Qualität dem neuen System zur Verfügung zu stellen, verhindert dies nicht den Start. Ich bin überzeugt davon, dass bei gutem Willen aller dieses Vorhaben zu einem erfolgreichen Ende geführt werden kann und dass es gelingt, nach einer Anlaufphase auch für die Bürgerinnen und Bürgern in unserem Land e-Government spürbar zu machen“, verspricht der für Umsetzung des ZPR zuständige Ministerialrat im Innenministerium Mag. Walter Grosinger .

400 EXPERTEN TAGEN
Die Fachtagung vom 13. bis 15. Oktober wird vom Fachverband der österreichischen Standesbeamtinnen und Standesbeamten organisiert.
Die Präsidentin dieses Verbandes, Eleonore Bailer, über das ZPR: „Als Präsidentin des Fachverbandes der österreichischen StandesbeamtInnen freue ich mich, dass unsere Praktiker von Anfang an bei diesem Projekt eingebunden waren und den Verantwortlichen im Bundesministerium für Inneres mit Rat und Tat zur Seite standen. Gemeinsam mit den Landesregierungen wurden Schulungen organisiert, um die österreichischen StandesbeamtInnen auf diese Herausforderung bestmöglich vorzubereiten.“


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