St. Pölten Konkret

Mehr Sicherheit und Schutz für die Bevölkerung

20.04.2017, von Martin Koutny

sicherheit
Im Bild (1/1): Sicherheitsstadrsat Mag. Ewald Buschenreiter, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und Peter Puchner, Manager für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe der Stadt. (Foto: Thomas Kainz)

St. Pölten gilt als die sicherste Landeshauptstadt Österreichs. Damit das auch in der Zukunft so bleibt, stellt Bürgermeister Mag. Matthias Stadler einen Beauftragten für den Schutz der Bevölkerung bei Katastrophen sowie die Funktion eines Sicherheitsstadtrats vor. Zahlreiche Baumaßnahmen zur Ertüchtigung der Infrastruktur der Blaulichtorganisationen werden von der Stadt unterstützt.

„Das große Jubiläum „150 Jahre Freiwillige Feuerwehr St. Pölten-Stadt“, das wir heuer begehen werden, ist zweifellos der richtige Zeitpunkt, um stolz auf das Erreichte zurückzublicken. St. Pölten ist die sicherste Landeshauptstadt der Republik. Das Sicherheitsnetz St. Pöltens ist eng geknüpft und belastbar. Das haben wir der Polizei und vor allem den vielen Freiwilligen bei den Feuerwehren und den Rettungsorganisationen zu verdanken“, erklärt Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und verweist darauf, dass die Stadt laufend in die Sicherheit investiere. St. Pölten war immer schon Vorreiter bei Sicherheitsmaßnahmen: So wurde hier der erste digitalisierte Katastrophenschutzplan Niederösterreichs erstellt. Auch mit den laufenden Bemühungen für die Schaffung eines Sonderalarmplanes „Blackout“ ist man Pioniergemeinde. Der laufend aktualisierte St. Pöltner Katastrophenschutzplan ist in der Bezirksalarmzentrale St. Pölten, von der aus alle Feuerwehren in der Stadt und im Bezirk alarmiert werden, tagtäglich in Verwendung und hat sich bei den zahlreichen Einsätzen in den letzten Jahren sehr gut bewährt. Die Bezirksalarmzentrale St. Pölten ist zudem offizielles Ausweichquartier bei Ausfall der Niederösterreichischen Landeswarnzentrale in Tulln an der Donau.

Für die Bedrohungen der Zukunft gerüstet sein
Mehr noch als die aktuelle Standortbestimmung, so das St. Pöltner Stadtoberhaupt weiter, gehe es aber um das klare Erkennen der zukünftigen Herausforderungen. Es gilt, die Fragen „Welche neue Bedrohungen gibt es?“ und „Welche neuen Kompetenzen werden wir erwerben müssen, um dieser Herr zu werden?“ befriedigend zu beantworten. „Es geht also um die Grundfragen, wie die Strukturen im Sicherheitsbereich der Zukunft auszusehen haben. Da geht es zum Einen um sozusagen mit den Händen greifbare, also zum Beispiel bauliche Strukturen, die angegangen und deutlich verbessert werden. Es geht zum Anderen aber auch um inhaltliche Verbesserungen und quasi Zuspitzung der vorhandenen Strukturen im Sinne eines verbesserten Managements“, sagt Stadler.

Sicherheitsstadtrat
Eine Voraussetzung zur Erhaltung des hohen Sicherheitsstandards in St. Pölten ist es, den Dialog und die Vernetzung zwischen BürgerInnen, Gemeinden und Polizei zu fördern. Ziel ist es, das verantwortungsvolle Handeln zu fördern, das „Hinsehen“ in der Gesellschaft zu etablieren und die allgemeine Sicherheit zu verbessern. Der Sicherheitsstadtrat ist als Schnittstelle zwischen den örtlichen Polizeibehörden, den anderen Blaulichtorganisationen, den Bürgern, den Freiwilligen und der Stadt zu sehen. Es geht also um eine bessere Vernetzung zwischen Bürgern, örtlichen Polizeibehörden, den Beauftragten des Zivilschutzes und den Blaulichtorganisationen. Wichtig ist es, keine Parallelstrukturen zu schaffen, sondern die bestehenden besser zu vernetzen und zu koordinieren. Eine niederösterreichweite Vernetzung der Polizei und des Zivilschutzverbandes gibt es seit November 2016 und soll nun auch in St.Pölten dementsprechend umgesetzt werden. Darüber hinaus geht es vor allem auch um Sicherheit im öffentlichen Raum und in anderen Gebieten wie z.B. in den sozialen Medien und im privaten Bereich. Der Begriff Sicherheit ist ein weitreichender und kann nicht nur im polizeilichen Sinne gesehen werden.
Bürgermeister Mag. Matthias Stadler hat Stadtrat Mag. Ewald Buschenreiter mit der Funktion des Sicherheitsstadtrates der niederösterreichischen Landeshauptstadt betraut. Er kommentiert seine künftige Aufgabe so: „Ich verstehe mich als Bindeglied zwischen BürgerInnen, Exekutive, Blaulichtorganisationen und Zivilschutz, um eine bestmögliche Koordination für die Sicherheit in unserer Stadt zu gewährleisten.“

Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Seine Tätigkeit als neuer Manager für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in der Stadt St. Pölten hat Peter Puchner in der Feuerwehrzentrale der Landeshauptstadt bereits aufgenommen.
„Seine Aufgabe ist es, den Bevölkerungsschutz und die Katastrophenhilfe noch enger zusammenzuführen, entsprechende Koordinationsarbeit zu leisten, aber nicht nur zwischen einschlägigen Dienststellen des Magistrates, sondern auch hin zu anderen Organisationen mit Kompetenzen in diesem Bereich. Der Schutz der Bevölkerung in St. Pölten soll in Zukunft noch größer geschrieben werden“, erklärt Bürgermeister Mag. Stadler.
„Sicherheit, ist ein Grundbedürfnis aller Menschen. Es braucht eine Einheit, die sich permanent mit diesem Themenkreis auseinandersetzt, sich auf nationaler, aber auch internationaler Ebene vernetzt und somit mit entsprechendem Weitblick Entwicklungen beobachtet, einschätzt, natürlich auch die Bevölkerung sensibilisiert und adäquate Aktionen auf Schiene bringt“, stellt Puchner seinen Tätigkeitsbereich vor.

Investitionen in die Sicherheits-Infrastruktur
Die Stadt St. Pölten investiert laufend in Millionenhöhe in die Sicherheits-Infrastruktur. Aktuell sind dabei hervorzuheben: das neue Feuerwehrhaus im Stadtteil Stattersdorf, das am 7. Mai 2017 eröffnet wird, die Generalsanierung der St. Pöltner Feuerwehrzentrale in der Goldegger Straße, die neue Katastrophenschutz-Lagerhalle ebendort, die im Vorjahr hochgezogen wurde, die geplante neue Fahrzeughalle für die Freiwilligen Feuerwehr Pummersdorf sowie das brandaktuelle Projekt zur Schaffung eines neuen, modernen Lehrsaales in der Feuerwehrzentrale St. Pölten. Darüber hinaus wird die Stadt heuer vier Feuerwehrfahrzeuge mitfinanzieren.
Im Sommer wird die neue Polizei-Inspektion am St. Pöltner Hauptbahnhof eröffnet.
Demnächst wird mit dem Bau der neuen Rotkreuz-Bezirkszentrale St. Pölten begonnen und der ASBÖ-Stützpunkt in der Herzogenburger Straße wird saniert.

Kommentare powered by Disqus.

Copyright 2018 St. Pölten Konkret Online, Magistrat der Landeshauptstadt St. Pölten/Medienservice