St. Pölten Konkret

Tag der offenen Tür bei der städtischen Bestattung

14.09.2018, von Corina Muzatko

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Im Bild (1/7): Bei zahlreichen Vorträgen und Führungen erfahren die BesucherInnen alles zum Thema Bestattung. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (2/7): Ing. Erwin Ruthner, MSc, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Ernst Müller, GF Gärtnerei Müller und Peter und Leo Bonigl von der Gärtnerei Bonigl. Die Gärtnereien Müller und Bonigl sind ihre Ansprechpartner für Blumenschmuck bei Begräbnissen und bei der Grabpflege. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (3/7): Bei der Veranstaltung werden kostenlos auch Kutschenfahrten über den Hauptfriedhof angeboten. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (4/7): Sarg oder doch lieber Urne? - Wer sich noch unsicher ist kann hier Experten befragen. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (5/7): Zahlreiche BesucherInnen... (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (6/7): ...beim Tag der offenen Tür der städtischen Bestattung und dem Hauptfriedhof mit dem Krematorium. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (7/7): Im letzten Jahr wurde der ursprüngliche Kremationsofen an den Stand der Technik angepasst. (Foto: Josef Vorlaufer)

Großer Andrang herrscht beim Tag der offenen Tür der städtischen Bestattung und dem Hauptfriedhof mit dem Krematorium, bei dem man sich heute noch bis 16 Uhr informieren kann.

Ob als Angehöriger oder als jemand, der seinen eigenen Abschied (mit)gestalten möchte: Niemand kommt am Thema des Todes vorbei. Zum „Tag der offenen Tür“ machen die städtische Bestattung und der Hauptfriedhof mit dem Krematorium dazu Informationen zugänglich.
Mit wem ist für den letzten Weg des Verstorbenen Kontakt aufzunehmen? Welche behördlichen und rechtlichen Formalitäten fallen an? Welche Bestattungsart ist gewünscht, wie soll die Zeremonie ablaufen und wie die letzte Ruhestätte aussehen? - Diese und viele weitere Fragen werden den BesucherInnen beantwortet. Es sind zahlreiche BeraterInnen und AusstellerInnen vor Ort, die den Betroffenen auch im Trauerfall zur Seite stehen.

Neue Formen der Trauerkultur
Die Möglichkeiten der Gestaltung sind vielfältiger geworden sind. Die Wahl reicht vom Waldfriedhof über Seebestattung und Diamantbestattung bis zur „Wiese der Erinnerung“ am Hauptfriedhof als eine naturnahe und dezente Urnenbestattung. Dzemila Zupani von der städtischen Bestattung: „Diese Angebote stehen für eine Trauerkultur, die neue und zeitgemäße Formen des Ausdrucks sucht.“
Auffallend ist auch das zunehmende Engagement von Menschen, für ihr Ableben selbst vorzusorgen: Zum einen finanziell, wie der „Wiener Verein“ als langjähriger Kooperationspartner der Bestattung St. Pölten beim Tag der offenen Tür darstellen wird. Zum anderen auch im Hinblick auf die Form der Bestattung und der Trauerfeier. So wird der Abschied eines geliebten Menschen noch zu einem Ausdruck, den er selbst als Lebender (mit)gestaltet hat.

Angehörige entlasten
„Die meisten Besucher kommen ohne konkreten Anlassfall.“, fasst Josef Trümel, Leiter der städtischen Bestattung, seine Erfahrung mit dem Tag der offenen Tür zusammen: „Am Ende verlassen sie die Veranstaltung mit einem Gefühl der ungemeinen Erleichterung, weil sie damit alle Informationen haben, was im Fall des Falles zu tun ist. Und die Gewissheit, dass die städtische Bestattung sie in allen diesen Fragen beraten und ganz praktisch entlasten wird.“

Investitionen und neue Angebote
Im letzten Jahr wurde der ursprüngliche Kremationsofen an den Stand der Technik angepasst. Im wesentlich wurde die Abluftreinigungsanlage mit einem Aufwand von ca. 1,1 Millionen Euro erneuert. Jährlich werden rund 2.100 Kremierungen durchgeführt. Im Stadtgebiet macht der Anteil der Kremierungen annähernd 45% aus und ist leicht steigend. Neu ist auch die anonyme Bestattung von verrottbaren Urnen. Es wurde dafür eine Wiesenfläche am hinteren Ende des Friedhofes gestaltet. Die Hinterbliebenen bezahlen einen einmaligen Betrag von derzeit 625 Euro Grabpflegegebühr plus 125 Euro für die Beisetzung. Es dürfen nur verrottbare Urnen verwendet werden. Diese lösen sich mit der Zeit auf und gehen über in einen erdähnlichen Zustand mit der Asche. Es soll dies ein kostengünstiges Angebot sein, doch die Urne am Friedhof zu belassen und nicht wie der Trend derzeit ist diese mit nach Haus zu nehmen.

Zahlen Daten und Fakten zum Bestattungswesen in St. Pölten
7 Friedhöfe:

  • Hauptfriedhof mit Russenfriedhof und Waldfriedhof: Goldegger Straße 52, besteht seit 1896, vorher befand sich der Friedhof am Europaplatz
  • Stattersdorf, Kirchhofgasse
  • Spratzern alt und neu, Waldbrunnerstraße
  • St. Georgen, Friedhofgasse 4
  • Pottenbrunn, Am Sand
  • Radlberg, Hainer Straße
  • Viehofen, Reußgasse

Es gibt ca. 14.300 Gräber, davon 2.100 freie Gräber, beerdigte Personen ca. 65.000

KONTAKTE-ÜBERSICHT
In Fragen des Abschieds:
sensible Begleitung, professioneller Service

Bestattung St. Pölten
3100 St. Pölten, Goldegger Straße 52
Öffnungszeiten:
Mo. - Do. 07.30 - 12.00 und 13.00 - 16.00 Uhr, Fr. 07.30 - 12.00 Uhr
24-Stunden-Rufbereitschaft (auch sonntags und feiertags)
Tel.: +43 2742 333-4500
E-Mail: bestattung@st-poelten.gv.at
www.bestattung-stpoelten.gv.at
Bestattung Neulengbach
Ein Betrieb der Stadtwerke St. Pölten/Städtische Bestattung:
3040 Neulengbach, Rathausplatz 27
Tel.: +43 2772 52 374
E-Mail: bestattungneulengbach@st-poelten.gv.at
www.bestattung-neulengbach.at
Bestattung Radlherr
Pachtbetrieb der Bestattung St. Pölten:
3141 Kapelln, Hauptstr. 14
Tel.: +43 2784 2265
E-Mail: office@radlherr.com
http://www.radlherr.com


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