St. Pölten Konkret

Flotte Feger auf den Straßen unterwegs

16.04.2019, von Christian Krückel

flotte feger auf den straßen
frühjahrsputz in den straßen st. pöltens (1)
Im Bild (2/3): Rund 408 km Straßennetz müssen von den Männern des städtischen Wirtschaftshofes gesäubert werden. (Foto: Josef Vorlaufer)
frühjahrsputz in den straßen st. pöltens (2)
Im Bild (3/3): Rund 1.700 Tonnen Split sind einzusammeln. Für eine möglichst geringe Staubbelastung sorgen eine Wasseranlage und ein Umluftsystem. (Foto: Josef Vorlaufer)

12 Mann und sechs Kehrmaschinen sind derzeit im gesamten Stadtgebiet als flotte Feger unterwegs. So wie jedes Jahr führen sie auch in diesen Frühling eine Grundreinigung der Straßen durch, um den Streusplitt zu entfernen und die Feinstaubbelastung gering zu halten.

Der technische Aufwand ist enorm: 1.700 Tonnen Split, die bei Eis und Schnee im vergangenen Winter gestreut wurden, müssen eingesammelt werden, damit der Straßenraum wieder sauber ist.

Geh- und Radwege werden gesäubert

Drei kleine Kehrmaschinen sorgen dafür, dass die Geh- und Radwege und auch die Innenstadt mit der Fußgängerzone bald vom lästigen Streusplit gesäubert werden. Bei einem Radwegenetz von rund 200 Kilometern geht das allerdings nicht von heute auf morgen.

Umweltbewusste Kehrmaschinen

Auf den Straßen der Landeshauptstadt sind ebenfalls drei Kehrmaschinen unterwegs - allerdings viel größere Kaliber als bei den Geh- und Radwegen! Eine der großen städtischen Kehrmaschinen ist in der Lage bis zu 7 m³ Riesel in seinem Edelstahl-Staubtank aufzunehmen. Für eine möglichst geringe Staubbelastung sorgen eine Wasseranlage und ein Umluftsystem. Das hat seinen Preis: Ein solches Hightech-Gerät kostet nämlich einiges: Rund 300.000 Euro musste die Stadt 2017 für die Anschaffung einer neuen Kehrmaschine hinblättern. Dafür halten diese Trucks auch einige Jahrzehnte. Das Vorgängermodell der neuen Kehrmaschine wurde nach 22 Jahren und hunderttausenden Kilometern außer Dienst gestellt.

408 Kilometer Straßennetz

Die drei großen Kehrmaschinen sind auch notwendig, um die 408 Kilometer Straßennetz in den kommenden Wochen vom Split und Schmutz zu befreien. Dies entspricht der Strecke von St. Pölten nach Innsbruck. Während in früheren Jahren witterungsbedingt oft erst Mitte April mit der Straßenkehrung begonnen werden konnte, sind jetzt schon einige Stadteile gesäubert. „Wir bitten um etwas Verständnis und Geduld, alle kommen dran!“, sagt der Leiter der Straßen- und Wasserbauverwaltung vom Wirtschaftshof St. Pölten Ing. Erwin Sulzer.
Die Reinigungsarbeiten laufen derzeit in St. Georgen am Steinfelde, in der Waldsiedlung und in Harland. Danach werden die Arbeiten in Windpassing, Altmannsdorf, Ochsenburg, Ganzendorf, Kreisberg, Reitzersdorf, Alt Hart, Wolfenberg, Teufelhof, Hafing, Nadelbach, Schwadorf und Völtendorf aufgenommen. Wann die Kehrarbeiten abgeschlossen sind, hängt vom Wetter ab. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und darunter müssen die Kehrwagen in der Garage bleiben.

Kehrgut wird wiederverwertet

Das gesammelte Kehrgut wird nicht deponiert sondern wiederverwertet. Über die stadteigene Sandwaschanlage wird der Splitt gereinigt und kann so im Leitungsbau und auf Baustellen wiederverwendet werden.

Schneestangen & Schneezäune werden entfernt

Seit Anfang März sind die Männer des städtischen Wirtschaftshofes auch dabei, die Schneestangen und die Schneefangzäune wieder einzusammeln. Es sind immerhin 3.500 Schneestangen und 11.000 Laufmeter Schneefangzäune einzusammeln, die im Herbst aufgestellt wurden. Klar, dass sich auch diese Arbeit nicht von heute auf morgen erledigen lässt.


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