St. Pölten Konkret

Wo Hunde an die Leine müssen

29.01.2016, von Heinz Steinbrecher

sk02 44 hundeverordnung
Im Bild (1/1): Anleine- und Maulkorbpflicht ist unbedingt zu beachten. (Foto: zVfg.)

Mit dem NÖ Hundehaltegesetz hat der Landtag einige Vorschriften für das Halten von Hunden beschlossen. Diese Bestimmungen werden nicht immer eingehalten, dies trifft vor allem auf die Leinen- oder Maulkorbpflicht zu.

Leinen- und/oder Maulkorbpflicht
An bestimmten Orten müssen Hunde entweder an der Leine oder mit Maulkorb geführt werden.
Diese Orte sind:

  • öffentliche Orte im Ortsbereich,
  • öffentliche Verkehrsmittel,
  • Schulen,
  • Kinderbetreuungseinrichtungen,
  • Parkanlagen,
  • Einkaufszentren,
  • Freizeit- und Vergnügungsparks,
  • Stiegenhäusern und Zugänge zu Mehrfamilienhäusern und
  • in gemeinschaftlich genutzten Teilen von Wohnhausanlagen

Es genügt hier nicht die Gewissheit, dass „mein“ Hund nichts tut. Der Gesetzgeber zielt bei dieser Verpflichtung in keiner Weise auf eine Gefährlichkeit ab. Diese Verpflichtung ist ohne Wenn und Aber zu erfüllen. Für Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotential sowie auffällige Hunde gilt an den obigen Orten Leinen- und Maulkorbpflicht.

Hunde mit erhöhtem Gefährdungdspotential
Als Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotential werden vom Gesetzgeber genannt:
Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Dogo Argentino, Pit-Bull, Bandog, Rottweiler, Tosa Inu. Auffällige Hunde sind jene, deren Auffälligkeit durch Bescheid der Gemeinde festgestellt wurde.
Hunde mit erhöhtem Gefahrenpotential sind beim Magistrat unter Anschluss von folgenden Nachweisen anzuzeigen:

  • Name und Hauptwohnsitz des Hundehalters oder der Hundehalterin
  • Rasse, Farbe, Geschlecht und Alter des Hundes sowie der Nachweis der Kennzeichnung gem. § 24 a Tierschutzgesetz
  • Name und Hauptwohnsitz/Anschrift jener Person von der der Hund erworben wurde
  • Beschreibung der Liegenschaft (Größe und Lage) samt ihrer Einfriedungen und des Gebäudes, in der der Hund gehalten wird oder gehalten werden soll
  • Nachweis der erforderlichen Sachkunde zur Haltung dieses Hundes
  • Nachweis einer Haftpflichtversicherung (Mindestversicherungssumme in Höhe von € 500.000 für Personenschäden und € 250.000 für Sachschäden mit der Verpflichtung zur jährlichen Vorlage des Bestandsnachweises)

Die Anzeigepflicht entfällt beispielswiese bei ausgebildeten Behindertenbegleit-, Therapie- und Jagdhunden.

Es gilt auch die Exkremente der Hunde an diesen Stellen zu entfernen und zu entsorgen. Für diese Zwecke hat die Stadt an rund 170 Stellen Stationen mit „Hundesackerl“ zur Aufstellung gebracht. Die Nichteinhaltung der Maulkorb-, Leinenpflicht oder Exkremententsorgungspflicht können Geldstrafen bis zu 7.000 Euro verhängt werden, bei „gefährlichen“ oder auffälligen Hunden erhöht sich der maximale Strafbetrag auf 10.000 Euro.

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