St. Pölten Konkret

Verordnung

16.02.2017, von Heinz Steinbrecher

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Im Bild (1/1): Der Gemeinderat hat eine Verordnung zum Teilbebauungsplan St. Pölten - westlich der Kremser Landstraße beschlossen. (Foto: Josef Vorlaufer) (Foto: Josef Vorlaufer)

Teilbebauungsplan St. Pölten - westlich der Kremser Landstraße

Der Gemeinderat der Landeshauptstadt St. Pölten hat in seiner Sitzung vom 30. Jänner 2017 folgende Verordnung beschlossen:

§ 1: Gemäß §§ 29 und 33 NÖ.ROG. 2014 wird in der Katastralgemeinde St. Pölten für den Bereich innerhalb der Matthias Corvinus-Straße, der L 5055 – Weiterner Straße, dem westlichen Wagram, einer noch unbenannten Straße und der Kremser Landstraße ein Teilbebauungsplan erlassen.

§ 2: Die Festlegung der Einzelheiten der Bebauung sind dieser Verordnung und der planlichen Darstellung Nr. 04/26-2/St.P.-15-46 zu entnehmen.

§ 3: Mindestmaß von Bauplätzen:
Für die Bauplätze in der offenen Bebauungsweise wird für neue Bauplätze eine Mindestgröße von 600 m2 festgelegt.

§ 4: Private Abstellanlage:
Bei Gebäuden auf einem Bauplatz mit mehr als vier Wohneinheiten sind für jede weitere Wohneinheit die Anzahl der PKW-Abstellplätze mit 1,5 zu berechnen.
Die Errichtung von ebenerdigen KFZ-Abstellanlagen im Baulandbereich ist bis zu 40 PKW-Abstellplätze je Liegenschaft zulässig. Abstellanlagen, die dieses Ausmaß übersteigen,
sind entweder unterirdisch in Form einer Tiefgarage und/oder oberirdisch in Form eines Parkdecks auszuführen.

§ 5: Einfriedung von Grundstücken gegen öffentliche Verkehrsflächen:
Eine straßenseitige Einfriedung wird mit einer Höhe von max. 1,5 m über dem angrenzenden Straßenniveau begrenzt.
Zumindest mehr als die Hälfte der straßenseitigen Einfriedung ist als nicht „blickdicht“ auszuführen.
Die Errichtung einer blickdichten Einfriedung (Schallschutzmauer etc.) mit einer Höhe von max. 1,7 m ist nur entlang von Hauptverkehrsstraßen mit einem durchschnittlichen täglichen Verkehr von mehr als 10.000 KFZ, wie z.B. die Kremser Landstraße zulässig.

§ 6: Nebengebäude:
Der Mindestabstand zwischen einer Garage und der Straßenfluchtlinie muss zumindest 5 m betragen.
Anlagen, deren Verwendung Gebäuden gleicht (z.B. Waggons, Mobilheime, Kraftfahrzeugsaufbauten, mobile Imbissstände und dgl.) sind nur in der Widmungsart Bauland-Betriebsgebiet zulässig.

§ 7: Werbeanlagen:
Großflächige Werbeanlagen (über 1 m2) sind im Wohnbaulandbereich nicht zulässig, ausgenommen firmenbezogene Werbeeinrichtungen von unmittelbar auf dem Grundstück befindlichen Betrieben und Einrichtungen.

§ 8: Dachgeschoß:
Die Errichtung von Bauteilen wie z.B. Dachgeschoße und zurückgesetzte Geschoße sind bis zu höchstens 6 m über die festgelegte Bauklasse oder Gebäudehöhen zulässig, ausgenommen sind untergeordnete Bauteile wie z.B. Schornsteine, Zierglieder.

§ 9: Die Plandarstellungen und die Bebauungsvorschriften, welche mit einem Hinweis auf diese Verordnung versehen sind, liegen im Magistrat der Landeshauptstadt, Zimmer 210,
während der Amtsstunden zur allgemeinen Einsicht auf.

§ 10: Diese Verordnung tritt gemäß § 50 NÖ. Stadtrechtsorganisationsgesetz 1999 am 3. März 2017 in Kraft. Mit gleichem Tag treten alle Gemeinderatsbeschlüsse betreffend die Bestimmungen zur Regelung der Bebauung für das in § 1 dieser Verordnung abgegrenzte Gebiet außer Kraft.


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