St. Pölten Konkret

Prandtauer-Preisträger Hannes Thanheiser gestorben

24.06.2014, von Andrea Jäger

Thannheiser Hannes verstorben
Im Bild (1/1): Der 88-jährige Prandtauer-Preisträger Hannes Thanheiser verstarb am 17. Juni im St. Pöltner Landesklinikum.

Nach längerem schweren Leiden und doch für viele unerwartet verstarb am 17. Juni im St. Pöltner Landesklinikum mit Hannes Thanheiser eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Kulturlebens der Stadt St. Pölten und weit darüber hinaus.

Thanheiser wurde am 4. Dezember 1925 in Wien geboren. Die Palette seines künstlerischen Wirkens reichte von seiner Tätigkeit als Innenarchitekt und Ausstellungsgestalter über sein Wirken als genialer Jazzmusiker, allen St. Pöltnern als Kopf des Swing-Quartetts „Café Schmalz“ ein Begriff, bis hin zu seiner Profession als Theater- und Filmschauspieler, der in mehr als 150 Filmen mitgewirkt hat, so neben Peter Turrini und Prandtauer-Preisträger Bernhard Wicki in der Alpensaga. Eine seiner letzten großen Rollen war die des Hausner in dem Oscar-nominierten Film „Revanche“. Der Lieblingsschauspieler von Felix Mitterer, der u. a. mit Hans Weigel und Friedrich Gulda den Verein österreichische Jazzfreunde gegründet hat, selbst Jazzlokale geführt hat und stets in regem Austausch mit der Crème de la Crème der österreichischen Künstlerschaft stand, war darüber hinaus auch ein begeisterter Akkordeonsammler, der sich mit seinem Akkordeonmuseum in Melk einen Lebenstraum erfüllt hat. Die Stadt St. Pölten hat Hannes Thanheiser als pulsierendem Katalysator der St. Pöltner Kunst- und Kulturszene 2007 den Jakob-Prandtauer-Preis der Stadt St. Pölten verliehen.

Sein Tod hinterlässt in der Stadt wie auch in ganz Österreich eine große Lücke. Die Erinnerung an ihn, seinen Humor, seine Kreativität und seinen unbändigen Schaffensdrang wird aber in allen, die ihn gekannt haben, fortleben.


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