St. Pölten Konkret

Krisenstab der Stadt übte den Ernstfall

13.02.2015, von Martin Koutny

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Im Bild (1/4): Was passiert, wenn der Strom für längere Zeit ausfällt? (Josef Vorlaufer)
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Im Bild (2/4): Bei einer Übung des Krisenstabes der Stadt wurden die Auswirkungen eines mehrtägigen Stromausfalles erörtert und die notwendigen Maßnahmen diskutiert. (Josef Vorlaufer)
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Im Bild (3/4): Alle Mitglieder des behördlichen Einsatzleitung des Magistrats nahmen an der Übung teil. (Josef Vorlaufer)
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Im Bild (4/4): Die erste Aufgabenstellung für die Mitglieder des Krisenstabes war die Beantwortung der Frage: Wie ist mein Haushalt für einen totalen Stromausfall gerüstet? Diese Frage sollte sich auch jede Bürgerin und jeder Bürger stellen und entsprechende Vorkehrungen treffen. (Josef Vorlaufer)

Die behördliche Einsatzleitung des Magistrates St. Pölten übte diese Woche den Katastrophenfall. Übungsannahme war ein „Blackout“, also ein Stromausfall, der tagelang andauert.

Österreich verfügt über eines der sichersten Stromnetze weltweit. Trotzdem ist die Möglichkeit eines Blackouts, also eines längeren, vielleicht sogar tagelangen Stromausfalles auch im Stadtgebiet von St. Pölten nicht auszuschließen. Daher ist es wichtig, sich mit der Thematik Blackout auseinanderzusetzen, sich quasi in Friedenszeiten damit zu beschäftigen, um am Tag X, wenn ein Blackout tatsächlich passieren sollte, besser vorbereitet zu sein. Das gilt für jede Bürgerin und jeden Bürger, für den Netzbetreiber, für die Einsatz- und Blaulichtorganisationen, aber natürlich auch ganz besonders für eine Stadtverwaltung wie den Magistrat St. Pölten.

Zusammenarbeit für den Zivilschutz
In diesem Sinne führte die „Behördliche Einsatzleitung des Magistrates St. Pölten für den Katastrophenfall“ unter der Führung von Einsatzleiter Bürgermeister Mag. Matthias Stadler am 11. Februar eine ganztätige Übung des Krisenstabes in der Feuerwehrzentrale St. Pölten durch. Vor Ort miteingebunden in das Übungsgeschehen waren auch Vertreter der EVN St. Pölten, der Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz des Amt des NÖ Landeregierung, des Militärkommandos NÖ, des Bezirksfeuerwehrkommando St. Pölten, der Roten Kreuzes St. Pölten, des ASBÖ St. Pölten, der Bezirksgruppe St. Pölten-Stadt des NÖ Zivilschutzverbandes und der St. Pöltner Wasserrettung. Das Bezirksfeuerwehrkommando St. Pölten war den ganzen Tag lang prominent vertreten durch Landes- und Bezirksfeuerwehrkommandant LBD Dietmar Fahrafellner, der auch einen längeren Fachvortrag zur Thematik Blackout in Slowenien und im Waldviertel beisteuerte.

„Wir alle sind abhängig geworden von moderner Technologie. Alle diese Systeme sind im Prinzip anfällig, wobei wir uns oft kaum bewusst sind, was alles ausfallen kann. Daher ist es notwendig, dass man sich auf eine solche Situation vorbereitet. Es ist wichtig, zeitgerecht zu üben, die eigenen Stärken und Schwächen zu analysieren, um im Ernstfall besser auf eine Katastrophe vorbereitet zu sein“, erklärte Einsatzleiter Bürgermeister Stadler.

Realistisches Szenario
Ausgangsszenario der Übung war Winter bei -5 C und Schneefall mit einem dreitägigen Stromausfall in Mitteleuropa, und damit auch in St. Pölten.
Die Übung diente dem Erkennen der Herausforderungen eines längeren Stromausfalles in der Landeshauptstadt und damit letztlich dem Erkennen von notwendigen Optimierungen. Geübt wurde auch die möglichst enge Zusammenarbeit mit der EVN und den Einsatz- und Blaulicht-Organisationen im Krisenfall.
„Als Einsatzleiter und als Bürgermeister nehme ich viele positive Dinge aus dieser Stabsübung mit. Zum Beispiel die hohe Motivation meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch unserer Partner. Ich bin ehrlich gesagt auch positiv überrascht, dass die städtische Infrastruktur doch länger als ursprünglich gedacht einem solchen Krisenfall standhalten würde. Wir sind gut aufgestellt in St. Pölten, wollen und werden uns aber weiter verbessern. In diesem Sinne werden wir der Thematik Blackout auch weiterhin verstärkt unsere Aufmerksamkeit widmen“, erklärte Bürgermeister Mag. Stadler.


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