St. Pölten Konkret

RESOLUTION FÜR BILLIGERE JAHRESKARTEN

16.12.2015, von Martin Koutny

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Im Bild (1/1): Bürgermeister Mag. Matthias Stadler Stadler: "Billigere LUP-Jahreskarten sollen durch eine Zweckwidmung der Mineralölsteuer finanziert werden." (Foto: Josef Vorlaufer)

Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am 15. Dezember 2015 eine Resolution für billigere Jahreskarten beim öffentlichen Personennahverkehr. Die Finanzierung soll aus der Zweckwidmung der Mineralölsteuer erfolgen.

Mit dieser vom Gemeinderat ohne den Stimmen der ÖVP mehrheitlich beschlossenen Resolution wird der Landesrat für Verkehr, Mag. Karl Wilfing, ersucht, Gespräche über die Zweckwidmung der Mineralölsteuer für den öffentlichen Personennahverkehr zu führen, um damit eine Verbilligung der Jahreskarten für den Verkehrsverbund Ostregion (VOR) finanzieren zu können.

LUP ist Teil des VOR
Der VOR betreibt das Verkehrsmanagement für die öffentliche Hand und koordiniert ein einheitliches Tarifangebot für Bus und Bahn in der Ostregion. Mit den einheitlichen Verbund-Tickets können Fahrgäste die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland benützen und sind dabei flexibel unterwegs. Der LUP gliedert sich in das System des VOR ein, weil das Vorteile für die KundInnen bringt und eine Voraussetzung für die Mitfinanzierung durch Bund und Land NÖ ist. Die Verknüpfung des öffentlichen Verkehrs mit Fußwege-Routing, öffentlichen und privaten Fahrrädern sowie Park&Ride- und Bike&Ride-Angeboten ist Bestandteil der Verkehrsstrategie, die die öffentlichen Institutionen als Einzelakteure nicht leisten könnten. Dazu koordiniert VOR den öffentlichen Verkehr von mehr als 40 Verkehrsunternehmen auf über 900 Bus- und Bahnlinien in der Ostregion

Nachhaltige Lösung
„Wir sind an das VOR-Tarifsystem gebunden und können uns keine Extrawurst braten. Wenn wir die Tarife für Jahreskarten senken wollen, müssen das die Bundesländer Niederösterreich und Burgenland beim VOR bestellen. Nur so ist garantiert, dass das Tarifgefüge in der Ostregion aufrechterhalten wird und der innerstädtische Nahverkehr über günstige Jahreskarten dauerhaft gefördert werden kann“, erklärt Bürgermeister Mag. Matthias Stadler die Hintergründe für die Resolution. Das Stadtoberhaupt hält weiter fest: „Es geht um eine nachhaltige Lösung für den öffentlichen Verkehr in der gesamten Region. Wenn wir mehr Menschen zum Umstieg auf die Öffis animieren wollen, müssen die günstigen Jahrestickets nicht nur in der Stadt, sondern auch für die S-Bahn- und S-Bus-Verbindungen ins Umland gelten. Das können wir nur erreichen, wenn das Land und der VOR mit eingebunden sind und am selben Strang ziehen. Nur so können wir den gewünschten Lenkungseffekt des öffentlichen Verkehrs umsetzen!“

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