St. Pölten Konkret

St. Pölten präsentiert Standortentwicklung in Hannover

27.11.2015, von Martin Koutny aus Hannover

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Im Bild (1/2): Pressekonferenz im historischen Saal der Börse mit Honorarkonsul Reuter, STRABAG-Direktor Kirchknopf und Bürgermeister Stadler. (Foto: Martin Koutny)
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Im Bild (2/2): Die St. Pöltner Wirtschaftsdelegation besuchte das Verlagshaus Madsack. (Foto: Martin Koutny)

Am zweiten Tag der Wirtschaftsreise präsentierte die Wirtschaftsdelegation in Hannover die innovativen Zugänge der Stadt zur Wirtschafts-, Bildungs-, Verkehrs- und Wohnpolitik. Die niederösterreichische Landeshauptstadt gilt in Deutschland als „Best-Practice-Beispiel“ für eine Umfeld-integrierte Standortentwicklung.

„Städte und Gemeinden sind nicht nur Konkurrenten. Sie sind auch Wertschöpfungs-Partner in der Entwicklung ihres Umlandes. Wenn sie ihre Standortentwicklung aufeinander abstimmen, bewegen sie miteinander mehr als neben- oder gegeneinander. Nur 50 Kilometer von Wien entfernt praktiziert St. Pölten diesen Zugang in der Wirtschafts-, Bildungs-, Verkehrs- und Wohnpolitik. Und das mit Erfolg: Die niederösterreichische Landeshauptstadt zählt heute gemeinsam mit ihrem Umland zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Standorten in Österreich“, erklärt der Bürgermeister Mag. Matthias Stadler den Begriff im historischen Saal der Börse Hannover den deutschen Fachjournalisten und den aus Österreich mitgereisten MedienvertreterInnen die Umfeld-integrierte Standortentwicklung. Der Begriff „Umfeld“ ist dabei nicht nur auf ein paar wenige Kilometer beschränkt, sondern international zu interpretieren. Die Herausforderungen der Kommunen in einer globalisierten Welt sind überaus vielfältig und können durch überregionale Zusammenschlüsse und Kontakte bewältigt werden.

Konzept stößt auf großes Interesse
„Das Konzept der Umfeld-integrierten Standortentwicklung, wie es von St. Pölten erfolgreich gelebt wird, kann wegweisend sein – gerade auch für ein Flächenland wie Niedersachsen. Hannover und die Region Hannover verfolgen ein ähnliches Konzept, daher sind die Gespräche mit der Delegation aus St. Pölten für die deutschen Unternehmer sehr interessant“, erklärt Uwe H. Reuter, Honorarkonsul der Republik Österreich in Niedersachsen.

Infrastruktur ist Voraussetzung
Der Direktor der STRABAG, Dr. Hans Kirchknopf, hob die Bedeutung der Investitionen in die Infrastruktur für die Zukunft hervor: „Davon profitieren nicht nur große Baukonzerne, sondern auch lokale Wirtschaftstreibende, Dienstleister und die Kommunen. Es werden Arbeitsplätze geschaffen, nachhaltig abgesichert und die Region gestärkt. Zuzug von jungen Familien und Arbeitssuchenden ist die Folge. Durch die prosperierende Landeshauptstadt St. Pölten und die positive Entwicklung des Landes Niederösterreich gemeinsam mit dem Umland von Wien besteht hier enormer Bedarf und auch viel Nachfrage. Vorteilhaft für Betriebe und auch europäische Konzerne ist neben der gut ausgebauten Verkehrsinfrastruktur auch die schnelle Anbindung an den Flughafen Wien, von dem fast alle großen europäischen Städte, wie auch Hannover, innerhalb kurzer Zeit angeflogen werden können.“

Börse, Verlag und Keks
Nach dem Pressegespräch erläuterte die Geschäftsführerin der Börse Hannover, Dr. Sandra Reich, die neuesten Geschäftsmodelle.
Mit den Vertretern der Standort- und Tourismusmarketing-Gesellschaft wurde ein konkretes Treffen mit der Österreichischen Ansiedlungsgesellschaft ABA Invest vereinbart, um eine künftige Zusammenarbeit einzuleiten. Der Besuch bei Madsack zeigte der Delegation, wie sich das Verlagshaus für die Herausforderungen der Zukunft in der Medienbranche gerüstet hat. Die Produktion der berühmten Leibniz-Butterkekse im Werk der Firma Bahlsen bildete den Abschluss der Betriebsbesuche des zweiten Tages der Wirtschaftsreise. Österreich ist für Bahlsen der größte Absatzmarkt.

Wirtschaftsdelegation besucht heute VW
Der letzte Tag der Wirtschaftsreise führt die Delegation aus St. Pölten zu VW nach Wolfsburg und in die Autostadt.

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