St. Pölten Konkret

Anregender Ausklang der Wirtschaftsreise

22.10.2016, von Marketing St. Pölten GmbH

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Im Bild (1/9): Im Stadthaus von Zürich traf ein Teil der Wirtschaftsdelegation mit Vertretern der Wirtschaftsförderung zusammen . (Foto: Martin Koutny)
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Im Bild (2/9): Gruppenfoto nach informativen Gesprächen im Züricher Stadthaus. (Foto: Martin Koutny)
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Im Bild (3/9): Christoph Schwarz von der Wirtschaftsservicestelle "ecopoint" präsentiert dem Leiter der Wirtschaftsförderung Zürich Benno Sailer und Monika Schulz-Strelow von der ABA-Invest in Austria die neue Broschüre über den Wirtschaftsstandort St. Pölten (Foto: Martin Koutny)
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Im Bild (4/9): Stadtrundgang in Zürich (Marketing St. Pölten)
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Im Bild (5/9): Eindrücke beim ... (Marketing St. Pölten)
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Im Bild (6/9): ...Stadtrundgang in Zürich. (Marketing St. Pölten)
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Im Bild (7/9): Im Impact Hub Zürich mit Anja Schärer, Michael Zoller von der Greater Zurich Area und Monika Schulz-Strelow von der ABA (Marketing St. Pölten)
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Im Bild (8/9): Sparkassen-Direktor Helge Haslinger, Unternehmer Jörg Summer und ÖBB-Immobilien-Chef Alexander Rechberger fühlen sich im "Café Auer" des Impact Hub Zürich wohl. (Marketing St. Pölten)
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Im Bild (9/9): Im Impact Hub Zürich fand der letzte offizielle Termin der Wirtschaftsreise statt. (Foto: Martin Koutny)

Interessante Einblicke in das Züricher Wirtschaftsleben brachte der letzte Tag der Wirtschaftsreise für die St. Pöltner Delegation. Die Teilnehmer ziehen eine begeisterte Bilanz.

Zum Abschluss der Wirtschaftsreise nach Zürich traf ein Teil der St. Pöltner Delegation mit Benno Seiler, dem Leiter der Wirtschaftsförderung Zürich und Vertretern der Stadt Zürich zusammen. Nach einer Präsentation über die Aufgaben der Wirtschaftsförderung Zürich wurde über die Unterschiede der Steuersysteme, überregionale und interkommunale Zusammenarbeit diskutiert sowie die Aufgaben des Schweizerischen Städteverbandes mit dem österreichischen Städtebund verglichen. Viel Beachtung fand auch die neue Broschüre über den Wirtschaftsstandort St. Pölten samt "Gebrauchsanleitung" für die Betriebsansiedlung bzw. -erweiterung.
Interessante Einblicke gewährte ein Besuch beim Impact Hub Zürich: Das ist eine Gemeinschaft aus rund 800 Unternehmern und Kreativen, die an mehreren Standorten in Zürich vernetzt arbeiten und Lösungen für eine enkeltaugliche Zukunft bauen wollen. Dieser Züricher Co-Working-Space ist Teil eines globalen Netzwerks mit über 60 Standorten weltweit, unter anderem auch in Wien. Benefit der Zusammenarbeit sind auch regelmäßige Workshops, Veranstaltungen, Vorträge zu aktuellen wirtschaftlichen Diskussionsthemen.

Bürgermeister Matthias Stadler betont wie auch die teilnehmenden St. Pöltner Wirtschaftstreibenden die Benefits der diesjährigen Reise: "Die Schweiz bietet viele Anknüpfungspunkte mit Betrieben wie Siemens und Geberit, die auch in St. Pölten ihre Wirtschaftsstandorte haben." Ziel sei es, Unternehmen nach Niederösterreich zu bringen: "Wir haben den Wirtschaftsstandort St. Pölten präsentiert, der viele Vorzüge hat, nicht nur von der Verkehrslage, sondern auch mit Top-Ausbildungsstätten, das wird immer wichtiger. Und natürlich sind wir das Tor zu Osteuropa und liegen in der Metropolregion Wien." Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal der niederösterreichischen Landeshauptstadt sei ihre Größe: "Uns unterscheidet von vielen Städten, dass wir Flächen haben. Man sieht, dass vielen Städten hier in der Schweiz Flächen fehlen, während wir Entwicklungsgebiete für Gewerbe, für Industrie anbieten können, vor allem auch in NÖ Central, das eines der größten Gewerbegebiete Österreichs ist." Besonders interessiert sei die Stadt an produzierenden Betrieben. Und sie bietet dafür Anreize: "Österreich hat viele Vorteile, das Preisniveau ist ein ganz anderes, Zürich ist hochpreisig, sogar für die Schweizer, da können wir ganz andere Konditionen bieten, vom Grundstück begonnen, bis zu den Betriebskosten und natürlich auch beim Wohnen, bei höchster Qualität und Rahmenbedingungen, die von der Kultur bis zur Infrastruktur gegeben sind", betont der St. Pöltner Bürgermeister.
Christoph Schwarz, Leiter des St. Pöltner Wirtschaftsservice Ecopoint, pflichtet dem Stadt-Chef bei: "Die Züricher haben ein Platzproblem, sie sind eingezwängt zwischen See und Bergen. St. Pöltens Flächenressourcen sind unser großes Asset." Er freue sich, dass die Reise auf Einladung von Siemens und Geberit zustandegekommen ist. "Das hebt die Wertschätzung der St. Pöltner Unternehmer, deren Interesse an unseren Fahrten auch bei der 11. Wirtschaftsreise nicht gesunken ist."

Einladung von Siemens und Geberit
Wie bereits erwähnt, waren die Schweizer Standorte von Siemens ( St. Pölten trifft Siemens) und Geberit (High Tech fürs stille Örtchen) Anlass für die diesjährige Wirtschaftsreise. "Es war für uns eine Gelegenheit, BIM in der Praxis vorzuführen", sagt Franz Proksch, Siemens-Direktor für NÖ. BIM ist ein digital unterstützter Prozess zum Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden, mit dem die Baubranche einen starken Produktivitätsschub erhält. Siemens hat zusätzlich zur umfassenden Digitalisierungskompetenz langjährige Erfahrung im Bereich der Gebäudetechnik – eine ideale Ergänzung für einen ganzheitlichen BIM-Ansatz. "Ich habe deutlich mitbekommen, dass da großes Interesse besteht", so Proksch: "Der Vorteil der diesjährigen Reise ist auch, dass Siemens Beispiele vorgeführt hat, die in St. Pölten umgesetzt werden, etwa beim Zubau zur FH oder beim ÖBB Campus."
Helmut Schwarzl, Geschäftsführer Geberit in St. Pölten betont, dass es seinem Unternehmen ein Anliegen war "zu zeigen, was wir tun — nicht nur große Worte schwingen, sondern auch erfolgreich sein. Am Ende ist außerdem jeder, der bei der Wirtschaftsreise mit war, ein Multiplikator für Geberit. Das war meine erste aber sicher nicht meine letzte Wirtschaftsreise: Man hat dabei Zeit für Gespräche, die in die Tiefe gehen, wie es sonst oft nicht möglich ist. Das ist eine sehr gute und wichtige Initiative der Stadt."

Diese Initiative wird weitergehen, verspricht Christoph Schwarz.
Die St. Pöltner hätten dabei auch heuer wieder einiges gelernt, etwa über das Schweizer Steuersystem und den politischen Föderalismus in der Schweiz – "jeder Kanton ist eigenverantwortlich, was schon mehr Nähe zum Bürger bringt, auch das mehr an Mitbestimmung durch Volksbefragungen. Die Bürger übernehmen daher mehr Eigenverantwortung", so Schwarz.
Genauestens Bescheid darüber weiß Martina Hölbling, Direktorin für Westeuropa ABA, der Austrian Business Agency: "Wir betreuen ausländische Unternehmen auf ihrem Weg nach Österreich, in drei Situationen: Wenn es darum geht, ein eigenes Unternehmen in Österreich zu gründen, zweitens ein Unternehmen zu kaufen als Basis für weiteres Wachstum und Expansion und drittens beraten und begleiten wir in Österreich befindliche bereits etablierte ausländische Unternehmen, die große Expansionsprojekte haben.

Österreich könne Schweizer Unternehmen konkret in zwei Fällen Themen anbieten, so Hölbling: "Das erste ist ganz klassisch wie schon seit Jahren die Drehscheibenfunktion in Richtung Osten, das heißt der Flughafen Wien ist bestvernetzt zwischen Osteuropa und Westeuropa." In Österreich sind 1.000 internationale Unternehmen, die ihre Osteuropa-Geschäfte von Österreich aus organisieren und managen. 300 davon sind Multinationals, von denen 200 wiederum in Wien ansässig sind.
Der zweite Themenbereich, wo Österreich der Schweiz ganz viel bieten kann sei der Themenbereich Forschung und Entwicklung. "Hier ist Österreich wirklich ein Vorreiter, was Förderungen anbelangt, Wir haben sehr große Förderungen, aber auch die Kompetenzzentren, die Cluster, hier kann Österreich Schweizer Unternehmen wirklich helfen, sich rasch in Netzwerke einzubringen, Kooperationspartner zu finden aus dem Mittelstand, aus der Industrie, aus dem universitären Bereich und gleichzeitig dazu Fördermittel zu lukrieren."


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