St. Pölten Konkret

Treffen mit Schweizer Bildungsexperten

24.10.2016, von Heinz Steinbrecher

wirtschaftsreise bildung
Im Bild (1/1): Besuch in Bern mit Prof. Josef Kolarz-Lakenbacher, Hannah Schrieverhoff, Carole Egger und Dr. Hans Kirchknopf. (Foto: zVfg.)

Im Zuge der Wirtschaftsreise besuchte der Bildungsbeauftragte von St. Pölten, Prof. Josef Kolarz-Lakenbacher, mit einem kleinen Teil der Delegation Institutionen, die sich mit dem Bildungssystem in der Schweiz befassen.

In Bern fand dazu ein Empfang im Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI statt. Carole Egger vom Ressort Entwicklung und Anerkennung informierte über die verschiedenen Möglichkeiten der Höheren Berufsbildung und Hannah Schrieverhoff erklärte das Schweizer Bildungssystem in seiner Gesamtheit sowie die sonstigen Möglichkeiten der Weiterbildung. Detailliert wurden die Grundsätze des Bildungssystems, die Systematik der Berufsbildenden Schulen sowie die Internationalisierung besprochen. Festgestellt wurde, dass in der Schweiz aufgrund der verschiedenen Landessprachen in den Kantonen (Deutsch, Italienisch, Französisch, Rätoromanisch) bereits in jungen Jahren mit dem Erwerb einer zusätzlichen Sprache begonnen wird. In der Folge sind Maturanten in der Lage, drei Sprachen, im Regelfall zwei Landessprachen und zusätzlich Englisch, zu sprechen.

Die lokalen Schweizer Unternehmungen fordern das Vorhandensein von Internationalen Schulen, damit entsprechend ausgebildete Mitarbeiter aus dem Ausland in der Schweiz eingestellt und ansässig werden. Im Regelfall werden diese Schulen von privaten Trägern betrieben und finanziell von der Wirtschaft, dem jeweiligen Kanton (entspricht bei uns dem Bundesland) und der Stadt unterstützt. Dadurch war es möglich, dass die Betriebsansiedelung stark zunahmen und die Gewerbegebiete schnell vergeben waren und erweitert werden mussten.

Bei der Besprechung mit Vertretern der SITECO (Association for Swiss International Technical Connection) in Zürich wurden vor allem die Ausbildungsmöglichkeiten an Höheren Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten erörtert. Festgestellt wurde auch, dass die hohe Qualität der Ausbildung an österreichischen Schulen in der Schweiz bekannt ist und Kooperationen zwischen den beiden Ländern bestehen.

Gemeinsamkeit bestand mit den Schweizer Bildungsexperten dahingehend, dass eine qualitativ hochstehende Ausbildung eine ganz wesentliche Auswirkung auf die Standortentwicklung einer Stadt hat. Ohne einen breit gefächerten Bildungssystem und Internationalen Schulen, vom Kindergarten bis zum Universitären Abschluss, ist eine Internationalisierung einer Stadt oder einer Region nicht möglich.


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