St. Pölten Konkret

Stadt widerruft Ausschreibung für FH-Ausbau

12.09.2018, von Martin Koutny

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Im Bild (1/1): Der Zubau für die Fachhochschule St. Pölten verzögert sich um einige Monate. Der Studienbetrieb läuft trotzdem ungestört weiter. (Foto: Josef Vorlaufer)

Mit dem Bieterkonsortium zur Errichtung des Zubaus der Fachhochschule St. Pölten konnte keine Einigung über die Verringerung der Errichtungskosten erzielt werden. Deshalb wird das Ausschreibungsverfahren widerrufen und eine Neuvergabe als Lebenszyklusmodell mit einem vereinfachten Vergabemodell angestrebt.

In der Sitzung Ende Juni 2018 wurde dem Gemeinderat zur Kenntnis gebracht, dass sich an der Ausschreibung für den Zubau der Fachhochschule St. Pölten nur ein Bieterkonsortium beteiligt hat und das Angebot weit über den von Experten errechneten Errichtungskosten liegt. Der Gemeinderat hat daher die Verwaltung und die mit der Projektbegleitung beauftragten Berater beauftragt mit dem Bieterkonsortium nochmals zu verhandeln und ggf. die notwendigen Schritte für eine alternative Umsetzung vorzubereiten und auszuarbeiten.

Verhandlungen gescheitert
„Leider konnten wir mit dem Bieterkonsortium keine Einigung erzielen und damit sind wir gezwungen die Ausschreibung zu widerrufen“, sagt Bürgermeister Mag. Matthias Stadler. Auch nach den neuerlichen Verhandlungen liegt der Angebotspreis weiterhin deutlich über der Kostenermittlung und auch über einem plausiblen Marktpreis, insbesondere bei den Finanzierungs- und Errichtungskosten. Alle Verhandlungsmöglichkeiten mit dem bestehenden Konsortium wurden ausgeschöpft und es haben zahlreiche Gespräche stattgefunden.

Zuschlag nicht zulässig
Auf Grund der Kostenschätzung und der vorliegenden Marktindikationen ist davon auszugehen, dass das bestehende und endverhandelte Angebot des Konsortiums nicht angemessen ist, weshalb ein Zuschlag aus rechtlichen Gründen nicht zulässig ist.

Die Alternative
Den Beschluss des Gemeinderates am 24. September 2018 vorausgesetzt, wird die Ausschreibung nun widerrufen und die Neuvergabe als Lebenszyklusmodell mit einem vereinfachten Ausschreibungsverfahren durchgeführt. Die Experten rechnen dadurch mit einer Verzögerung des Projektes um einige Monate.
„Der Studienbetrieb ist trotzdem weiterhin gesichert. Wir sind gut aufgestellt und können die Zeit der Verzögerung gut überbrücken. Ich bin zuversichtlich, dass wir rasch zu einem Angebot für den Zubau der Fachhochschule kommen“, sagt Bürgermeister Mag. Matthias Stadler.


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