St. Pölten Konkret

Die Zukunft der Bürogebäude und Werkshallen von Voith-Paper

01.10.2015, von Martin Koutny

zukunft der werkshallen von voith paper (1)
Im Bild (1/3): Dr. Leopold Heninger (Geschäftsführer von Voith Hydro), Dr. Bettina Probst (Geschäftsführerin von Voith Paper) und Bügermeister Mag. Matthias Stadler stellten am 1. Oktober 2015 ein innovatives Konzept zur Verwertung der Werkshallen und Bürogebäude von Voith-Paper vor. (Foto: Martin Koutny)
zukunft der werkshallen von voith paper (2)
Im Bild (2/3): Das Medieninteresse am Pressegespräch im Bürgermeisterzimmer war groß. (Foto: Martin Koutny)
zukunft der werkshallen von voith paper (3)
Im Bild (3/3): Dr. Leopold Heninger, Dr. Bettina Probst und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler weisen besonders auf die Standortvorteile hin. (Foto: Martin Koutny)

Mit dem neuartigen Konzept „InnoWerk St. Pölten – let´s woerk together“ sollen die Produktionshallen und Bürogebäude der Voith Paper GmbH einer neuen Nutzung zugeführt werden. Daher arbeiten die Stadt St. Pölten und der Voith Konzern noch enger zusammen.

Voith-St. Pölten ist seit vielen Jahren mit drei Konzernbereichen erfolgreich an diesem Standort tätig: Voith Hydro, Voith Turbo, und Voith Paper. Die tiefgreifende Strukturveränderung im weltweiten Papiermarkt und die Verringerung des Marktvolumens führte jedoch zu einer nötigen Umstrukturierung und in Folge zur Schließung des Papiermaschinenwerks in St.Pölten. Daher steht mit April 2016 das Areal der Voith Paper GmbH zur Verwertung.

„Es geht um die Zukunft des Wirtschaftsstandortes St. Pölten. Die Schließung von Voith Paper in St. Pölten ist sowohl für den Konzern als auch für die Stadt eine schwerwiegende Maßnahme, die aufgrund der weltweiten Marktentwicklung leider unumgänglich ist. Wir haben in dieser Situation zwei Möglichkeiten: Wir können die Hände in den Schoß legen und lange darüber lamentieren, dass dieser Produktionszweig keine Zukunft hat und wir Arbeitsplätze verlieren. Oder: Wir nehmen das Heft selbst in die Hand und versuchen das Beste daraus zu machen und neue Jobs zu schaffen. Wir haben uns für den zweiten Weg entschieden“, berichtet Bürgermeister Mag. Matthias Stadler.

Voith und Stadt kooperieren
Der Voith-Konzern und die Landeshauptstadt St. Pölten erweitern die traditionell gute Zusammenarbeit um einen zukunftsweisenden Schritt: Die Wirtschaftsservicestelle der Stadt „ecopoint“ nimmt ab sofort die frei werdenden Bürogebäude und Werkshallen von Voith Paper in ihr Portfolio auf und unterstützt den Konzern bei der Wiederverwertung der Produktionshallen und Bürogebäude. Gesucht wird vorzugsweise ein Betrieb, der nach Möglichkeit die gesamte Produktionsfläche samt Bürogebäuden von Voith Paper übernimmt. Um die Chancen einer neuen Verwendung zu erhöhen und einen Investor in die Landeshauptstadt zu bringen, haben bereits Vorgespräche mit der Wirtschaftsservicestelle „ecopoint“ und der ABA – Invest in Austria stattgefunden.

Erster gemeinsamer Auftritt
St. Pölten wird von 5. Oktober bis 7. Oktober bei der ExpoReal in München mit der Wirtschaftsservicestelle „Ecopoint“ und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler vertreten sein. Hier sollen erste Kontakte zur Verwertung der Liegenschaft geknüpft werden. Auch bei allen weiteren Gelegenheiten soll das Areal der Voith Paper GmbH von der Wirtschaftsservice-stelle der Stadt mit angepriesen werden.
„Wir haben als Stadt großes Interesse an einer Weiterentwicklung des Areals. Es geht aber nicht nur um das Image als Wirtschaftsstandort sondern vielmehr um die Erhaltung der Arbeitsplätze. Jeder Arbeitsplatz, den wir verlieren, ist einer zu viel. Jeder Arbeitsplatz, den wir durch eine Übernahme am Standort retten können, ist ein Gewinn. Deshalb werden wir alle Anstrengungen unternehmen, gemeinsam mit dem Voith-Konzern eine Lösung für die Neunutzung der Voith-Paper-Produktionsstätten zu finden. Das wird in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht einfach, das allgemeine Interesse der Investoren am Standort St. Pölten macht mich aber optimistisch“, meint Stadler.

Idealer Standort
Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Voith Hydro GmbH & Co KG, Dr. Leopold Heninger betont, „dass der Wirtschaftsstandort in jedem Fall erhalten werden soll und abgesehen von der attraktiven Lage des Innowerks St. Pölten, auch der bestehende Unternehmensmix einen wesentlichen Faktor für die Attraktivität des Areals darstellt. Der Voith Standort St. Pölten bietet beste Voraussetzungen für innovative Industrieunternehmen, aber auch moderne flexible Büroeinheiten für Dienstleister.“

Sowohl die optimale geographische Lage selbst - die Nähe zu Wien und Linz, die Autobahn- und Schienenanbindung, direkter Gleisanschluss und die Zentrums-/Bahnhofsnähe – als auch der Branchenmix des Innowerks schaffen tolle Startvorteile und Synergiepotentiale. „Mit LogServ, DIW, Bauschutz, Voith Hydro und Voith Turbo haben Interessenten erfolgreiche Partner an ihrer Seite“, betont Heninger.

„work“ und „Werk“ verbinden
Die Geschäftsführerin der Voith-Paper GmbH, Dr. Bettina Probst weist darauf hin, dass das Innowerk ausgerüstet ist mit rund 30.000 m² Hallen mit Schwerlastkränen, rund 18.000 m² Büroflächen, einer Lehrwerkstätte, einem Arbeitsmedizinischen Zentrum, komplett aufgebauter IT Struktur, ausreichenden Parkplätzen und einem modernen Werksrestaurant.

„Diese mittelfristigen Synergiepotentiale, aber auch kurzfristige Kostenvorteile, machen die Einzigartigkeit dieses Immobilienareals aus. Umso optimistischer sind wir in unserem Vorhaben, neue Businesspartner für unseren Standort zu gewinnen. Nicht zuletzt dank der großartigen Unterstützung durch Bürgermeister Magister Matthias Stadler und der guten Zusammenarbeit mit den Magistratsabteilungen der Stadt St. Pölten“ meint Probst.

Der Arbeitstitel „InnoWerk St. Pölten – Let´s woerk together!“ soll die Begriffe „work“ und „Werk“ in der Schreibweise „woerk“ vereinen und die Innovation, die in diesem Projekt umgesetzt wird, symbolisieren.

Kommentare powered by Disqus.

Copyright 2018 St. Pölten Konkret Online, Magistrat der Landeshauptstadt St. Pölten/Medienservice