St. Pölten Konkret

Kooperationen in der Bahnindustrie

22.12.2015, von FH St. Pölten / MH

Podiumsdiskussion Verband der Bahnindustrie
Im Bild (1/1): Podiumsdiskussion Verband der Bahnindustrie (Verband der Bahnindustrie)

In Bahnsystemen befindet sich weltweit viel Know-how aus Österreich.

Die österreichische Bahnindustrie kann mit neun Prozent Forschungs- und Entwicklungsquote, 71 Prozent Exportquote oder auch 45 bahnspezifischen Patenten pro eine Million EinwohnerInnen beeindruckende Kennzahlen vorweisen. Eine Diskusionsveranstaltung des Verbands der Bahnindustrie widmete sich vor Kurzem der Zukunft der Branche.

Was muss getan werden, um weiterhin an der Spitze zu bleiben? Wie wird sich der für die exportorientierte Industrie so wichtige Heimmarkt in den kommenden Jahren entwickeln? Welche Rahmenbedingungen müssen für eine erfolgreiche Entwicklung geschaffen werden?

Zur Diskussion dieser Themen war anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Verbandes der Bahnindustrie vor Kurzem ein hochkarätiges Publikum in das Haus der Industrie in Wien eingeladen.

ORF-Moderator Tarek Leitner diskutierte am Podium mit Dr. Wolfgang Röss (Präsident Verband der Bahnindustrie), Mag. Christian Kern (CEO der ÖBB-Holding-AG), DI Günter Steinbauer (Vorsitzender der Geschäftsführung der Wiener Linien), Dr. Norbert Ostermann (Vorstand Institut für Verkehrswissenschaften, TU Wien) und Dipl.-Ing. Otfried Knoll (Leiter Department Bahntechnologie und Mobilität, FH St. Pölten) die wichtigsten Fragen der Zukunft: Welche Herausforderungen an die Branche sind zu erwarten? Welche Rahmenbedingungen, insbesondere auch in der Ausbildung, sind zu schaffen, um weiterhin an der Spitze zu bleiben?

Im weit gespannten Bogen zwischen Bahnpolitik, Bahnindustrie, wirtschaftlicher Bedeutung des Schienenverkehrs, Innovation, Forschung und Lehre betonte Otfried Knoll die Bedeutung des Fachhochschulwesens als Garant wirtschaftsnaher Ausbildungsprogramme. Er strich insbesondere die gelebte Dualität zwischen akademischen Ausbildungsinhalten und „Hands-on-Orientierung“ in den Studiengängen des Departments Bahntechnologie und Mobilität der FH St. Pölten heraus.

Synergien zwischen FH, ÖBB-Bildungszentrum und Verband der Bahnindustrie
Die Synergien mit dem ÖBB-Bildungszentrum St. Pölten – Wörth und bereits im Gange befindliche Kooperationen mit den Wiener Linien, der TU Wien und wichtigen IndustriepartnerInnen vermittelten dem Fachpublikum nähere Einblicke in die Ausbildung zu EisenbahningenieurInnen und deren hohe Zukunftspotentiale.

Nach der Diskussionsveranstaltung besuchte der Arbeitskreis Ausbildungswesen des Verbandes der Bahnindustrie die FH St. Pölten, um mit dem Department Bahntechnologie und Mobilität vertiefende Kooperationen in der Heranbildung von IngenieurInnen zu besprechen.
„Mit unserer an der Praxis orientierten Ausbildung in Bahntechnologie, aber auch bei Smart Engineering, können wir genau die von der Industrie verlangten Segmente bedienen“, ist Departmentleiter Otfried Knoll überzeugt und betont: „Jede nachhaltige Kooperation mit der Bahnindustrie wird von uns begrüßt und unterstützt.“

Ausgehend vom Arbeitskreis „Bahntechnische Industrie“ im Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) wurde 2005 der Verband der Bahnindustrie als eigenständiger Branchenverband gegründet. Sein Ziel ist, die Interessen der in Österreich aktiv tätigen eisenbahntechnischen Industrie zu vertreten sowie die Rahmenbedingungen für diese leistungsorientierte und innovative Branche auf nationaler und internationaler Ebene positiv mitzugestalten.

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