St. Pölten Konkret

Psychotherapeut Reinhard Skolek zu Gast an der FH St. Pölten

29.04.2016, von FH St. Pölten / EM

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Im Bild (1/1): Helmut Kosa (CEO pjure isobar), Mag. Dr. Reinhard Skolek (Psychotherapeut und Ehrenpräsident der österreichischen Gesellschaft für analytische Psychologie) und FH-Prof. Ing. Dr. Harald Wimmer (stellvertretender Studiengangsleiter Media- und Kommunikationsberatung an der FH St.Pölten). Credit: FH St. Pölten / Claudia Mann

Im Rahmen der dritten Veranstaltung der diesjährigen Brand Slam-Vortragsreihe ermöglichte Reinhard Skolek, Psychotherapeut und Ehrenpräsident der österreichischen Gesellschaft für analytische Psychologie, den Besucherinnen und Besuchern spannende Einblicke in den Zusammenhang zwischen Werbung und Emotionen. Der Brand Slam ist eine Kooperation des Studienganges Media- und Kommunikationsberatung der FH St. Pölten mit der Werbeagentur pjure isobar und steht ganz im Zeichen der Markenführung.

Bereits von 100 Jahren erkannte Carl Gustav Jung, Psychoanalytiker und Mitbegründer der Assoziationsstudien, dass Emotionen ausschlaggebend dafür sind, dass Dinge im Gedächtnis bleiben. Auch für den Bereich Werbung besitzt diese These laut Skolek ihre Gültigkeit, wie er beim Brand Slam an der FH St. Pölten erklärte: „Emotionen sind das Um und Auf. Wenn Sie eine Marke positionieren wollen, müssen Sie diese mit Emotionen aufladen - und das dauerhaft.“

Neugier als Auslöser für Emotion
Beim Thema Werbung spiele außerdem die Neugier eine besonders wichtige Rolle. So können Marken durch außergewöhnliche Figuren (z.B. Schärdinger) oder prägnante Stimmen (z.B. S-Budget, Ja! Natürlich) die Aufmerksamkeit der Rezipientinnen und Rezipienten auf sich ziehen. Aber auch bekannte Muster und Melodien (z.B. der Titel-Song „Golden Eye“ aus dem Film James Bond) können im Kontext einer Werbung für Überraschungen sorgen. In diesem Fall müssen laut Skolek Assoziationen nicht extra aufgebaut werden und die Marke profitiert als Trittbrettfahrer davon.

„Man kann nicht jede Person erreichen“
Reinhard Skolek gab allerdings auch zu bedenken, dass es nie möglich sein wird, mit ein und derselben Werbung alle Menschen zu erreichen: „Niemand hat die gleiche Geschichte und wir alle blicken durch die Brille unserer Erfahrungen. So können anhand verschiedener Worte und Bilder unterschiedliche Emotionen hervorgerufen werden“, so der Psychotherapeut. Da bestimmte Emotionen, wie Freude oder Wut, angeboren sind, sei die Wahrscheinlichkeit aber sehr hoch, Menschen aus einem bestimmten Kulturkreis auf ähnliche Weise erfolgreich anzusprechen.


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