St. Pölten Konkret

Lernerlebnis mit Geoinformation – das war der GIS-Day 2016 in St. Pölten

10.11.2016, von Mag. Siegfried Kamper

gis day im rathaus
Im Bild (1/1): Beim GIS-DAY im Rathaus gab es wieder einen interessanten Einblick in die Welt der Geoinformationssysteme:Ricarda Bandion, Eda Kartal, Simge Eroglu alle Mary Ward Oberstufenrealgymnasium St. Pölten, Ronald Kettinger Magistrat St. Pölten - Geoinformation und GIS, STR Robert Laimer, Ing. Alfred Neswadba Ingenieur Studio Hollaus, Mag. Daniela Thaller-Wohlfart GeoMagis, Peter Prochaska und Mag. Siegfried Kamper, beide Magistrat St. Pölten - Geoinformation und GIS, Murad Mahou, Paul Lutz und Alexander Fink alle BORG St. Pölten (Foto: Josef Vorlaufer)

SchülerInnen und PädagogInnen konnten beim GIS-Day am 9. November im Rathaus ihr Wissen rund um Geographie und Informationstechnologie erweitern.

Die Fortbildungsveranstaltung der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems und dem Magistrat St. Pölten - Geoinformation und GIS fand heuer bereits zum achten Mal statt.
Experten vom Magistrat und Unternehmen aus St. Pölten stellten den 65 TeilnehmerInnen aus mittleren und höheren Schulen aus Niederösterreich in vier Workshops Themen aus der Welt der Geoinformationssysteme vor.

Mit basemap.at haben die österreichischen Verwaltungen gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft DIE administrative Grundkarte von Österreich und zugleich eines der erfolgreichsten Open Government Data Produkte geschaffen. Der Magistrat St. Pölten arbeitet an der Erstellung mit und gewährleistet damit die Steigerung der Qualität im Vergleich zu Google Maps, erklärte Siegfried Kamper. Der Einsatzbereich ist vielfältig von der Kartengrundlage für Routenplaner des Verkehrsverbunds Ost-Region oder der Asfinag bis hin zur Darstellung von Verkehrsunfällen der Statistik Austria oder Karten des Umweltbundesamtes. Bei Wahlergebnisdarstellungen und anderen Reportagen greift auch der ORF auf basemap.at zurück.

Selber vermessen durften die SchülerInnen mit einem Theodolit im Karmeliterhof unter Anleitung von Ronald Kettinger. Im Anschluss wurde gezeigt wie die vermessenen Koordinaten in das GIS des Magistrats eingespielt und dort in der Leitungskatastersoftware weiter verarbeitet werden.
Daniela Thaller-Wohlfart von der Fa. GeoMagis zeigte, dass es nicht kompliziert ist seine Fotos in einer interaktiven Karte anzuzeigen, denn Fotos vom Handy wissen immer WO Sie gemacht wurden, passenden Text dazu schreiben und fertig ist ein interaktiver Exkursionsbericht. ArcGIS Online bietet die Möglichkeit mit nur wenigen Schritten, direkt aus ihrem Smartphone eine online Karte aus Fotos zu erzeugen und diese beliebig mit Text zu erweitern. Als Kartenbasis kann auf den Fundus des „Living Atlas of the World“ zugegriffen werden. Hier stehen dem Anwender unzählige Karten unterschiedlichster Themen (Bilddaten, Verkehr, Topographie) zur Verfügung. Das Kombinieren von Daten und Karten nach den eigenen Vorstellungen ist mit ArcGIS Online sehr einfach möglich und bietet neue Möglichkeiten und Perspektiven.
Städte werden nicht nur durch ihre oberirdischen Konstruktionen charakterisiert, sondern auch durch unterirdische Strukturen wie Kanäle, Tunnel und Leitungssysteme. Der Schritt von der zweidimensionalen Kartenansicht in die dritte Dimension ist durch das Vorliegen von digitalen Daten machbar. Alfred Neswadba vom Ingenieur Studio Hollaus präsentierte den TeilnehmerInnen die Programme welche zur 3D Modellierung verwendet werden können. Als Autodesk Expert Elite ist er ein anerkannter Kenner der Materie.


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