St. Pölten Konkret

Grosser Andrang bei GIS Day im Rathaus

21.11.2014, von Martin Koutny

GIS Day 2014
Im Bild (1/1): DI Walter Heginger (Geomarketing), Ronald Kettinger (Magistrat GIS), Ing. Franz Gunacker (Vizebürgermeister), Viktoria Martin (NMS Spitz an der Donau), Mag. Martin Köck (Magistrat Stadtplanung), Peter Prochaska (GIS), Mag. Siegfried Kamper (GIS), Rainer Wöber (EVN Geoinfo), Eva Lechner (NMS Spitz an der Donau), Richard Thoma (Ardig) und Markus Mayr (TU Wien) beim GIS-Day im Rathaus. (Foto: Lukas Kroupa)

Rund 200 Schülerinnen und Schüler aus 10 Klassen von mittleren und höheren Schulen aus Niederösterreich nutzten den "GIS Day 2014" in St. Pölten um sich in fünf Workshops im Rathaus und dem Stadtmuseum über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten Geografischer Informationssysteme zu informieren.

Die Kooperationsveranstaltung von Kirchlicher Pädagogischer Hochschule Wien/Krems und dem Magistrat St. Pölten (Dienststelle Geoinformation und GIS) fand heuer bereits zum siebten Mal statt und stand unter dem Motto der aktiven Mitarbeit. Vizebürger Ing. Franz Gunacker begrüßte die Pädagogen und Schüler und wünschte der Veranstaltung gutes Gelingen, auf das die Teilnehmer viele Ideen und Eindrücke für eine spätere Berufswahl sammeln können.

Luftbilder und Flugdrohnen

In der Station „Vom Himmel hoch - Luftbilder und Flugdrohnen“, betreut von Richard Thoma von der Firma Ardig und Mag. Siegfried Kamper vom Magistrat St. Pölten mussten die Schülerinnen und Schüler Luftbilder verschiedener Epochen erkennen. Es wurden die Möglichkeiten der Datenerfassung aus der Luft vorgestellt und deren Vor- und Nachteile erörtert. Beispielhaft am Bildflug über St. Pölten wurden der Aufbau von Luftbildkameras und die Parameter der Bildflugplanung gezeigt. Flugdrohnen als neuste Abkömmlinge dieser Erfassungsart werden konkurrenzfähiger, besonders im Archäologischen Einsatz, allerdings ist deren Einsatz von rechtlichen Rahmenbedingungen abhängig. Die Live Vorführung einer Flugdrohe durfte zum Abschluss dieser Station natürlich auch nicht fehlen.

Planung einer Photovoltaikanlage
Die Station „Kraft durch Sonne - Planung einer Photovoltaikanlage“ zeigte anhand eines beispielhaften Kundentermins vor Ort wie die vorbereitende Planung einer Photovoltaikanlage von statten geht. Dabei wurden mittels GIS die Fragestellungen: Wie ist die Situation vor Ort, welche Dachform, Orientierung, Fläche hat das Gebäude, sind Spannungswächter erforderlich und wie hoch ist der mögliche Energieertrag durch den Experten Rainer Wöber von der Firma EVN Geoinfo beantwortet.

OpenStreetMap
In der Station „Der richtige Weg – OpenStreetMap“ erhielten die Klassen zunächst allgemeine Informationen zum OpenStreetMap Projekt in Österreich vom OpenStreetMap Austria Koordinator Markus Mayr von der TU Wien GISForge. So ist lokales Wissen für die Qualität der Daten äußerst wichtig. Das OpenStreetMap Projekt wird von einer Vielzahl von freiwilligen Helfern erstellt. Die Community in Österreich, welche die Daten hegt und pflegt wurde vorgestellt. Anschließend wurde demonstriert, was man selbst zu dem Projekt beisteuern kann. Die Klassen wurden nach ihren letzten Urlaubsorten gefragt und einige der Details aus dem Wissen der Schüler in OpenStreetMap live ergänzt. Die empfehlenswerte freie Smartphone App (OsmAnd) wurde vorgeführt. Da OpenStreetMap „open data“, also frei verfügbar ist, steht es jedem frei, die Daten für seinen Einsatzzweck zu verwenden.

Am Rathausplatz wurden die Teilnehmer unter der Anleitung von Mag. Martin Köck, Ronald Kettinger und Peter Prochaska vom Magistrat St. Pölten selbst zum aktiven Datenerfasser mit einer GPS-Kamera und einem Smartphone als Positionierungswerkzeug. Die Klassen wurden in Gruppen eingeteilt und traten gegeneinander zum Wettbewerb an. Das Foto war aber nur der Anfang und so ging die Nachbearbeitung der Bilder unter der Aufsicht von Walter Heginger von der Firma Geomarketing im Informatikschulungsraum weiter. Die Auswertung mit dem GIS zeigte dann welche Gruppe die lagegenaueren Fotos hatte und wer die Daten schneller ins GIS einbinden konnte.

Folgende Schulen waren mit dabei:
NNöMS St. Pölten Dr. Th. Körner 3 - NÖ Mittelschule für Wirtschaft, Kommunikation und Technik (Klasse: 3a)

Regionalhauptschule Wachau in Spitz
(Klassen: 4a und 4b)

Privatgymnasium und Oberstufenrealgymnasium St. Pölten (Klassen: 8a, 8b und 8c)

HTL-St. Pölten, Abt. Elektronik
(Klasse: 2. Elektronik)

BG/BRG St. Pölten
(Klassen: 7G,7N,7S)

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