St. Pölten Konkret

St. Pölten feiert den 30. Geburtstag als Landeshauptstadt

09.07.2016, von Martin Koutny

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Im Bild (1/10): Am 10. Juli jährt sich die Erhebung St. Pöltens zur Landeshauptstadt von Niederösterreich zum 30. Mal. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (2/10): Bildingsministerin Dr. Sonja Hammerschmid trägt sich so wie viele weitere Ehrengäste mit einer Gratulation in das Goldene Buch der Landeshauptstadt St. Pölten ein. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (3/10): Paradejournalist Prof. Hubert Wachter,Hauptstadtplaner DI Norbert Steiner, Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, „Hauptstadtvater“ Landeshauptmann-Stellvertreter i.R. Ernst Höger, Bundesministerin für Bildung Dr. Sonja Hammerschmid und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler schilderten beim Festakt in kurzweiligen Interviews ihre Eindrücke über die Entwicklung der niederösterreichischen Landeshauptstadt. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (4/10): Bürgermeister Mag. Matthias Stadler ist beim Bieranstich schon sehr geübt. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (5/10): So wie die St. PöltnerInnen ließen sich auch die Ehrengäste das Gratis-Gulasch und Bier gut schmecken. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (6/10): Viele Gäste feierten am Rathausplatz den Geburtstag der Landeshauptstadt mit. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (7/10): Einen 30-jährigen Wein der Winzerstadt Krems überreichen der Kremser Bürgermeister Dr. Reinhard Resch und Vizebürgermeister Gottfried Haselmayer an Bürgermeister Mag. Matthias Stadler. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (8/10): Die Blasmusik der Musikschule der Landeshauptststadt St. Pölten spielte in der Fußgängerzone auf. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (9/10): Die Blasmusikkapelle Pyhra marschierte durch die Innenstadt. (Foto: Josef Vorlaufer)
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Im Bild (10/10): Die Florafoniker sorgten für Unterhaltung am Domplatz. (Foto: Josef Vorlaufer)

Vor mehr als 30 Jahren wurde mit dem Slogan „Ein Land ohne Hauptstadt ist wie ein Gulasch ohne Saft“ für die Errichtung einer eigenen Landeshauptstadt für Niederösterreich geworben. Am 9. Juli ließen sich die St. PöltnerInnen ihr „Hauptstadtgulasch“ nach einem Festakt am Rathausplatz so richtig schmecken.

Die Festveranstaltung in der St. Pöltner Innenstadt sollte die Bevölkerung daran erinnern, wie es vor 30 Jahren zu der richtungsweisenden Entscheidung, St. Pölten zur Landeshauptstadt von Niederösterreich zu erheben, gekommen ist und welche beeindruckende Entwicklung diese Stadt auf allen Ebenen genommen hat.

Zahlreiche Gratulanten
Beim Festakt am Rathausplatz gratulierten zahlreiche Ehrengäste der Stadt zu ihrer beispiellosen Entwicklung und standen ORF-Moderatorin Julia Schütze Rede und Antwort.
Hauptstadtplaner DI Norbert Steiner, Paradejournalist Prof. Hubert Wachter, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Bundesministerin für Bildung Dr. Sonja Hammerschmid und „Hauptstadtvater“ Landeshauptmann-Stellvertreter i.R. Ernst Höger schilderten in kurzweiligen Interviews ihre Eindrücke über die Entwicklung der niederösterreichischen Landeshauptstadt.
Unter den GratulantInnen waren unter anderem auch Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, die Nationalräte Anton Heinz und Johann Hell, die Landtagsabgeordneten Heidemaria Onodi und Ilona Tröls-Holzweber, die Vizebürgermeister Ing. Franz Gunacker und Ing. Matthias Adl, Magistratsdirektor Mag. Thomas Dewina, Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und in Vertretung des Militärkommandos NÖ Oberst Werner Suez. Stellvertretend für die zahlreich anwesenden Medien wurde Mag. Michael Koch vom ORF Niederösterreich begrüßt.
Nach dem Festakt erfolgte der Egger-Bieranstich und es gab gratis Gulasch und Getränke.

Musik & Shopping
Schwungvolle Geburtstagsständchen intonierten die Eisenbahner Blasmusik fusioniert mit Blasmusik der Musikschule St. Pölten, die Florafoniker und die Musikkapelle Pyhra. Die New Orleans Dixie Band trällerte beim Festakt am Rathausplatz ein kräftiges „Happy Birthday!“ In der Innenstadt gab es in 30 gekennzeichneten Geschäften es tolle Geburtstagsangebote und zahlreiche weitere Aktionen.

Beeindruckende Entwicklung
Bürgermeister Mag. Matthias Stadler nahm die vielen Gratulationen für die Stadt entgegen und hielt fest: „Wir haben allen Grund zu feiern, denn die Hauptstadtentscheidung hat eine Entwicklung der Stadt und des gesamten Bundeslandes ausgelöst, die beispiellos in der Geschichte ist. Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, sieht auf Schritt und Tritt, was sich in den letzten drei Jahrzehnten alles verändert hat. Die positive Entwicklung ist aber nicht nur subjektiv und an zahlreichen Bauwerken festzustellen, sie ist auch in Konkreten Zahlen messbar. Zum Beispiel ist die Zahl der Arbeitsplätze seit 1986 von knapp 25.000 auf 60.000 Erwerbtätige in der Stadt angestiegen. Die Anzahl der Betriebe hat sich von 1.689 auf 3.539 mehr als verdoppelt. Fast 5 Mio. Fahrgäste nutzen den LUP und die Hochleistungsstrecke der ÖBB brachte eine Halbierung der Fahrzeiten nach Wien und nach Linz bzw. neue, direkte Verbindungen zum Flughafen Schwechat. Die Zahl der Studierenden hat sich von 100 auf über 3.000 gesteigert und mit 60.000 Ausbildungsplätzen ist St. Pölten der Bildungshotspot Niederösterreichs. Markant ist die Veränderung im Kulturbereich. Früher hieß es: St. Pölten, nix los! Heute weiß man: 15.000 Veranstaltungen jährlich, Festspielhaus, Landestheater, Bühne im Hof drei große Museen und Veranstaltungen wie das Frequency und der Ironman 70.3 stellen St. Pölten europaweit in den Blickpunkt. Die Frequenz in der Innenstadt stieg auf 90.000 BesucherInnen. Die Bürgerkontakte im Rathaus haben sich von 4.000 auf 43.000 verzehnfacht. Weitere Zahlen, welche die positive Entwicklung eindrucksvoll belegen, gibt es zuhauf. Die Hauptstadtentscheidung war ein Gewinn. Das Land profitiert von der positiven Entwicklung St. Pöltens und umgekehrt. Die Volksabstimmung vor 30 Jahren und die Hauptstadtentscheidung vom 10. Juli 1986 waren der Startschuss für Entwicklungsmöglichkeiten über viele Jahrzehnte, die es sonst nicht gegeben hätte.“

Wie alles begann
Bis zum Jahr 1920 gehörte Wien zu Niederösterreich und war daher sowohl Bundeshauptstadt als auch Hauptstadt von Niederösterreich. Wien wurde zu einem eigenständigen Bundesland und infolgedessen blieb Niederösterreich bis auf weiteres ohne Hauptstadt. Ab den 60er-Jahren kamen Diskussionen über eine eigene niederösterreichische Landeshauptstadt auf. Am 1. und 2. März 1986 war die niederösterreichische Bevölkerung bei einer Volksbefragung dazu aufgerufen über die Etablierung einer eigenen Landeshauptstadt abzustimmen. 56% der TeilnehmerInnen sprach sich für eine eigene Hauptstadt aus, in der Rangordnung wurde mit 45 % St. Pölten klar favorisiert. Am 10. Juli 1986 wurde St. Pölten zur Landeshauptstadt von Niederösterreich erhoben.


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