St. Pölten Konkret

Top-Frequenz in der insBesondere Innenstadt

09.03.2015, von Beate Steiner

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Im Bild (1/1): Die insBesondere Innenstadt ist sehr gut frequentiert. (CityTeam)

Auf einem hohen Niveau eingependelt hat sich die Frequenz in der insBesondere Innenstadt: Rund 90.000 Passanten waren in der zweiten Oktoberwoche an der frequentiertesten Messstelle unterwegs, ungefähr gleich viele, wie in den Jahren zuvor, trotz des durchwegs schlechten Wetters — und das hat viel Einfluss auf die Besucherzahlen in der Stadt.

Matthias Weiländer, Geschäftsführer des St. Pölten Marketing und Auftraggeber der Studie, freut sich über das positive Ergebnis, das interessante Daten für die Stadtentwicklung bietet: "Mittlerweile verfügen wir über ein gutes Zahlenmaterial von verschiedenen Standorten der Innenstadt. Das wird vor Allem von Immobilienentwicklern und Mietinteressenten oft nachgefragt. Die Analyse der Frequenzzahlen und der Messorte macht mit fortgeschrittener Anzahl der Jahre immer mehr Sinn."

Spitzenreiter in absoluten Zahlen ist nach wie vor die Kremser Gasse 6, an der Stelle, wo die Domgasse in die Kremser Gasse mündet. 89.986 Menschen sind Montag bis Samstag von 8 bis 18 Uhr hier vorbeispaziert, 400 weniger als im Oktober 2013. Frequenzstärkster Tag an diesem Messpunkt war Donnerstag. Über 16.000 Passanten wurden da gezählt, über 2.000 mehr als am frequenzschwächsten Tag, dem Montag.

Platz zwei im innerstädtischen Ranking hält wie in den Jahren zuvor die Kremser Gasse 20, also das „Tor zur Kremser Gasse“, mit einem satten Plus von 9,8 Prozent oder 7.000 Passanten mehr als bei der letzten Messung: 77.917 Menschen wurden hier in sechs Tagen gezählt.

Etwas abgeschlagen hinter den heimischen Frequenz-Superstars liegen die Kremser Gasse 18, die mit 59.000 Passanten und einem satten Minus von 14,8 Prozent den Anschluss zur Spitze verloren hat, und die Brunngasse 4 mit knapp 58.000 Passanten, die fünf Prozent verloren hat, vermutlich aufgrund der Nachbarschaft zu einer Riesenbaustelle. "Dass die Innenstadt durch die vielen Baustellen und Renovierungen kaum zur Ruhe kommt, verzerrt natürlich so manches Messergebnis", erklärt auch Matthias Weiländer. So hat die Wiener Straße 20 (das ist der Herrenhof) einen der größten Verluste eingefahren. Mitverantwortlich dürfte die Baustelle beim Palais Wellenstein gewesen sein.
Dank des Lokals "Wellenstein" wird sich das ja heuer wohl ins Gegenteil verkehren, zeigen sich doch Kaffeehäuser als Lockvögel in der insBesondere Innenstadt. So ist die Wiener Straße 14 gegenüber vom Café Schubert mit einem Plus von 10 Prozent Frequenz-Aufsteiger, noch mehr die Linzer Straße 1 mit einem Plus von 16,9 Prozent. Dorthin ziehen die Lokale Emmi und Lorenz.

„Mein Ziel ist, noch mehr Bewegung reinzubringen“, sagt Inge Tauchner, Eigentümerin des Delikatessenshops und Restaurants Lorenz. Und Michael Glöckel, Geschäftsführer vom Café Emmi, ergänzt: „Die Frequenzsteigerung am Beginn der Linzer Straße ist nur der Anfang, jetzt würde der nächste Schritt gut tun.“
Sind also Lokale die besten Frequenzbringer? Michael Glöckel, der auch Geschäftsführer des Café Schubert, ist davon nicht ganz überzeugt: „Ein Mix ist wichtig in der Innenstadt – interessante Shops und auch Gastronomie, damit sich die Leute zwischen den Geschäften bei einem Kaffee oder einem kühlen Drink ausruhen können.“
Auslöser für das höchste Plus bei den Messungen ist aber vermutlich kein Geschäft, sondern eine Garage: Am Messpunkt in der Klostergasse 1 ist die Frequenz um mehr als 46 Prozent gestiegen. Marketing-Profi Matthias Weiländer vermutet, dass eine höhere Auslastung der dort situierten Frühwald-Garage dabei eine Rolle spielt, und Garagenbetreiber Paul Frühwald bestätigt: „Die Garage in der Klostergasse wird seit einiger Zeit bestens angenommen, ist sehr gut ausgelastet, vor allem an Markttagen. Sie hat eine perfekte Lage, da kommt man überall in der Innenstadt schnell hin.“

Und noch eine Zahl ist interessant: In der gesamten Messwoche ist die Frequenz zwischen 18 und 19 Uhr beträchtlich gestiegen. Auch in der absoluten Toplage, der Kremser Gasse 6. Mit 92.991 ist die Tagesfrequenz dort um 0,3 Prozent höher als im Vorjahr – und diese Zahl gilt fürs nationale Ranking.
"St. Pölten wird wachsen, auch dank des Feinsinns, den unsere Unternehmer beweisen", ist Matthias Weiländer überzeugt, und: "Das lässt uns mit viel Zuversicht in die Zukunft sehen."

Die gesamte Frequenzanalyse gibt es übrigens auf www.insbesondere.at


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